| Julien Absalon ist erneut Weltmeister |
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Der Franzose Julien Absalon verteidigt in einem packenden Rennen seinen Weltmeistertitel. Um ein Haar hätte ihn Christoph Sauser abfangen können, nachdem dieser wegen einem platten Reifen viel Zeit verloren hatte. Augezeichneter fünfter wird Thomas Frischknecht während Ralph Näf auf Podestkurs einen Kettenriss einfing. Kettenrisse, Platten, Stürze Das Rennen hätte spannender nicht sein können: Nach der ersten Runde formierte sich eine Spitzengruppe mit Julien Absalon, Christoph Sauser, José Hermida, Fredrik Kessiakoff, Thomas Frischknecht und dem Kolumbianer Paez. Es war dann Näf, der sich in Szene setzte in über eine lange Strecke alleine voraus fuhr - bis Sauser und Absalon das Tempo verschärften und sich absetzten. Dahinter formierten sich Näf, Hermida und Kessiakoff zu einer Verfolgergruppe mit gut einer Minute Vorspung. In der letzten Runden überstürzten sich die Ereignisse: Während Näf einen Kettenriss erleidet, holen sich Absalon und Sauser fast zeitgleich einen platten Reifen. Während Absalon sehr schnell das Hinterrad wechseln kann muss Sauser eine Abfahrt mit einem platten Reifen meistern und verliert viel Zeit. Absalon fällt dann aber in der Folge wegen einem Fahrfehler in einen Bach, kühlt komplett aus und leidet auf den letzten Metern an Krämpfen. Er kann dabei 18 von ursprünglich über 40 Sekunden Vorsprung ins Ziel retten. Gute Leistungen von Frischi und Bundi Ausgezeichnete Rennen lieferten Thomas Frischknecht und Silvio Bundi. Frischi lag zwar in der Startphase in der vordersten Gruppe, musste dann aber Körner lassen und handelte sich vor allem in der zweiten Runde einen deutlichen Rückstand ein. Während sich an der Spitze die Dramen abspielten, konnte der zweifache Marathon-Weltmeister nochmals deutlich Zeit gutmachen. Bei seiner 16. Weltmeisterschaft (!) fuhr er auf den fünften Rang. Silvio Bundi zeigte ebenfalls, dass er zur Zeit zu den schnellsten Schweizern gehört. Mit dem neunten Rang holt er sich das beste Resultate seiner Karriere. Bundi verzichtete auf jegliche Höhenanpassung, übernachtete jeweils in der Tiefenlage von Poschiavo und reiste erst am Renntag nach Livigno. Ebenfalls in die Top-15 fuhr der Doppelschweizermeister Balz Weber, Martin Gujan wurde 27er. Überhaupt nicht nach Wunsch verlief es Florian Vogel, eigentlich in einer sehr guten verfassung. Er kam in Livigno überhaupt nicht auf Touren, möglicherweise wegen dem Wodka im Bidon (siehe WM-Bildergalerie). Rangliste Weltmeisterschaften Livigno, Herren 1. Julien Absalon (FRA) 2. Christoph Sauser (SUI) 3. José Hermida (ESP) 4. Fredrik Kessiakoff (SWE) 5. Thomas Frischknecht (SUI) 9. Silvio Bundi (SUI) 15. Balz Weber (SUI) 27. Martin Gujan (SUI) 35. Ralph Näf (SUI) 41. Florian Vogel (SUI) www.ride.ch/wm |
Meldung vom 04. September 2005 (Autor: red ) |







