| Julien Absalon gewinnt vorzeitig den Gesamtweltcup |
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Grosse Bikeshow in Saint-Félicien: In einem packenden Rennen gewinnt Julien Absalon das Rennen und damit den Gesamtweltcup. Wäre José Hermida im Zweikampf an der Spitze nicht die Kette gerissen, wäre es allerdings um den Sieg knapp geworden. Mit Ralph Näf (4), Nino Schurter (6), Balz Weber (7), Florian Vogel (12) und Christof Sauser (15) ist unter den besten 15 jeder dritte ein Schweizer. An der Spitze des Rennens spielte sich fast das ganze Rennen über ein Zweikampf zwischen den beiden stärksten Fahrern dieser Saison: Julien Absalon vs. José Hermida. Es war vor allem Hermida, der das Rennen dominierte und fast pausenlos anführte. Ausgerechnet beim Angriff Absalons riss dem Spanier die Kette und verhinderte seinen zweiten Sieg in dieser Saison. Ob ihm das allerdings gereicht hätte, darf in Frage gestellt werden. Julien Absalon ist zur Zeit das Mass aller Dinge und mit dem überlegenen Sieg in Saint-Félicien hat der Franzose seinen vierten Weltcup in Serie gewonnen und damit den Gesamtweltcup frühzeitig für sich entschieden. Ein erstaunliches Rennen lieferte Balz Weber. Der ehemalige U23-Weltmeister führte die Startrunde an und lag dann fast das ganze Rennen über in der Verfolgergruppe hinter Absalon und Hermida. Schliesslich reichte es Weber mit dem siebten Platz zu seinem besten Weltcup-Resultat. Vor einer Woche leidete er noch unter Magenproblemen und einem aussergewöhnlich starken Jetleg. «Nach einer intensiven Trainingswoche in Saint-Félicien und einem Shortrace am Freitag fühlte ich mich spitzig und schnell», meinte ein selbstbewusster Weber im Ziel. Eher skeptisch ins Rennen ging Ralph Näf, der die hohen Ansprüche an hin wegwies. Umso erstaunter nahm man dann zur Kenntnis, dass der Thurgauer so weit vorne fuhr, dass am Schluss ein Podestplatz noch realistisch gewesen wäre. Und dass er nicht noch weiter vorne klassiert sei, habe mit dem Material zu tun: «Ich habe meine Reifen für eine nasse Strecke ausgewählt. Nach Regenschauern in der ersten Rennhälfte trocknete der Kurs viel schneller ab als ich erwartetet hatte», meinte Näf im Ziel, der sich zum wiederholten Mal als bester Schweizer klassiert. Nino Schurter musste sich zum ersten Mal von seinem härtesten U23-Konkurrenten Jakob Fuglsang geschlagen geben, der ausgezeichneter fünfter wird. «Mich wurmt ein wenig, dass Fuglsang vor mir ins Ziel kam. Das wird bei den Europameisterschaften in der Türkei wohl ein harter Kampf. Ich hatte keinen super Start und musste mich erst ein wenig nach vorne fahren. Das war ein extrem hartes Rennen, vor allem für den Oberkörper. Letztlich bin ich aber sehr zufrieden», meinte der Bündner im Ziel. Nicht nach Wunsch verlief es Florian Vogel, mit dem Nino Schurter zusammen (ohne Betreuer, Physiotherapeuten und Mechaniker!) die Weltcup-Rennen in Übersee bestreitet. Der zwölfte Rang sei eigentlich nicht schlecht, meinte Vogel im Ziel, aber er hätte mehr Potenzial. Während er bei den ersten Weltcups vom Pech verfolgt wurde, machte ihm eine schlechte Tagesform in Saint-Félicien einen Strich durch die Rechnung. Ähnlich erging es Christoph Sauser, der mit einem 15. Platz zwar eine ausgezeichnete Schweizer Bilanz abrundet, aber für ihn ungewöhnlich weit hinten landet. Rangliste Weltcup Saint-Félicien, Herren 1. Julien Absalon (FRA), 2:07:56 2. José Hermida (ESP), +1:18 3. Fredrik Kessiakoff (SWE), +1:55 4. Ralph Naef (SUI), +2:50 5. Jakob Fuglsang* (DEN), +3:00 6. Nino Schurter* (SUI), +4:37 7. Balz Weber (SUI), +4:41 8. Wolfram Kurschat (GER) +4:53 9. Lado Fumic (GER), +5:15 10. Adam Craig (USA), +5:39 11. Roel Paulissen (BEL), +5:55 12. Florian Vogel (SUI), +6:03 www.ride.ch/website/bilder_worldcup07.php |
Meldung vom 01. Juli 2007 (Autor: red ) |







