| Jingjing Wang gewinnt Weltcup-Finale in Maribor |
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Eine Chinesin gewinnt in Maribor das Weltcup-Finale. Erstaunlicher- und vor allem peinlicherweise ist man sich nicht sicher, welche Fahrerin es ist. Es gewinnt die Fahrerin mit der Nummer 9, eigentlich wäre dies Jingjing Wang. Die von der UCI abgesegnete Rangliste meldet aber die U23-Weltmeisterin Ying Liu als Siegerin. Klar ist, wer beim wie ein besseres Provinzrennen angelegte und organisierte Weltcuplauf die Folgeplätze belegt: Die Kanadierin Marie-Helene Premont auf Platz zwei und hinter ihr die Weltmeisterin Irina Kalentieva. Kalentieva gewinnt damit nach einer überragenden Saison auch die Gesamtweltcup-Wertung. Petra Henzi überzeugt mit einem guten Rennen und erreicht den siebten Platz. Zu starke Chinesin an der Spitze des Feldes «Als Wang in der zweiten Runde angegriffen hat, konnte einfach niemand das Tempo halten», meint die Weltmeisterin Kalentieva im Ziel. Sie habe zwar später noch versucht, nochmals aufzuschliessen, doch die Chinesin sei einfach zu stark gefahren. Zusammen mit Kalentieva formiert sich hinter der Chinesin mit Marie-Helene Premont und Sabine Spitz ein hochkarätiges, aber letztlich chancenloses Verfolgungsteam. Wang (sofern sie die tatsächliche Siegerin ist) wurde eine Woche zuvor bereits Dritte bei den Weltmeisterschaften und löst innerhalb des Chinesischen Team Ren Chengyuan ab, welche den Saison-Auftakt dominierte. Henzi weiterhin die führende Schweizerin Bei den Schweizerinnen ist es weiterhin Petra Henzi, die an der Weltspitze mithalten kann. Die Marathon-Weltmeisterin kommt unüblich gut weg am Start, bekundet für einmal auch kein Rennpech und landet schliesslich auf dem siebten Platz. «Das Rennen war kurz aber hart, ich hatte gute Beine und bin sehr zufrieden mit dem Weltcupfinale. Allerdings habe in der zweiten Rennhälfte wieder starke Rückenschmerzen verspürt, die noch immer auf meinen Bandscheibenvorfall zurückgehen», erklärt Henzi im Ziel. Sie fliege nun diese Woche ohne Ambitionen nach Peking zum Oympischen Testrennen und dann schaue sie weiter. Eigentlich müsste sie nun endlich eine Rennpause einlegen um den Bandscheibenvorfall endgültig hinter sich zu bringen. «Aber wir Schweizerinnen brauchen noch UCI-Punkte, um den zweiten Startplatz für Peking zu sichern. Wenn es sein muss, werde ich noch einige Rennen dieses Jahr bestreiten um entsprechend Punkte zu sammeln», erklärt Henzi ihre Saisonplanung. Die Einstellung Henzis ist ziemlich selbstlos: Die Aargauerin hat ihren Startplatz für Peking wohl auf sicher, mit dem weiteren Punktesammeln sichert sie vor allem einer zusätzlichen Schweizerin einen Startplatz (sofern sich eine Fahrerin denn auch qualifiziert). Harter Weg für die Schweizerinnen an die Spitze Weiterhin nicht über sich herauswachsen können die weiteren Schweizerinnen. Katrin Leumann, Maroussia Rusca, Nathalie Schneitter und Sarah Koba holen zwar alle wichtige Weltcup-Punkte, von der Weltspitze sind sie weiterhin weit entfernt. Diese Athletinnen sowie die verletzt abwesenden Renata Bucher und Daniela Louis sind die Kanditatinnen für den zweiten Olympia-Platz. Allerdings müssen die Olympia-Kandidatinnen für die Qualifikation mindestens zwei Mal an einem Weltcup-Rennen unter die ersten zwölf fahren - was zum aktuellen Zeitpunkt eher einer Überraschung gleich käme. Peinliche Leistungen der Rennorganisation Nicht nur die peinliche Verwechslung der Siegerin macht das Weltcup-Finale in Maribor alles andere als zur guten Werbung für den Mountainbikesport. Zwar ist die Strecke attraktiv angelegt und die Rennen sportlich auf höchstem Niveau. Beim Damenrennen verzichtet man aber während der ganzen ersten Rennhälfte auf einen Speaker und lässt dafür eine Rockband den Soundcheck machen. Das Speakering in der zweiten Rennhälfte ist dann so langweilig, dass man sich fast die Rockband wieder herwünscht. Das ist Weltcup-Organisation auf unterstem Niveau. Kommt hinzu, dass auf der abgelegenen Zielgerade die eine Seite der Strassse für Zuschauer nicht zugänglich ist, ein eigentlicher Zielraum fehlt gänzlich. Es ist erstaunlich, dass die UCI solche Streckendesigns überhaupt zulässt. Rangliste Mountainbike Weltcup, Maribor, Cross Country Damen 1. Jingjing Wang (CHI) oder Ying Liu (CHI), 1:37:06 2. Marie-Helene Premont (CAN), +43 3. Irinia Kalentieva (RUS), +52 4. Sabine Spitz (GER), +1:37 5. Ren Chengyuan (CHI), +2:11 6. Georgia Gould (USA), +3:28 7. Petra Henzi (SUI), +3:52 (120 Punkte) 8. Rosara Joseph (NZL), +4:09 9. Lisi Osl (AUT), +4:21 10. Catherine Pendrel (CAN), +5:00 17. Katrin Leumann (SUI), +7:17 (72 Punkte) 23. Maroussia Rusca (SUI), +9:51 (60 Punkte) 28. Nathalie Schneitter (SUI), +11:47 (50 Punkte) 36. Sarah Koba (SUI), +14:48 (34 Punkte) Rangliste Mountainbike Gesamtweltcup 2007 1. Irina Kalentieva (RUS), 1174 2. Marie-Helene Premont (CAN), 1040 3. Ren Chengyuan* (CHN), 918 4. Sabine Spitz (GER), 910 5. Marga Fullana (ESP), 700 6. Willow Koerber (USA), 654 7. Georgia Gould (USA), 645 8. Ying Liu* (CHN), 622 9. Tereza Hurikova* (CZE), 533 10. Jingjing Wang (CHN), 489 13. Petra Henzi (SUI), 455 33. Katrin Leumann (SUI), 265 35. Maroussia Rusca (SUI), 240 37. Renata Bucher (SUI), 209 39. Nathalie Schneitter* (SUI), 188 51. Sarah Koba (SUI), 100 |
Meldung vom 15. September 2007 (Autor: red ) |







