|
Heute Freitagabend starten in Schladming die Mountainbiker ins Finale der Weltcupsaison 2008. Während in der Disziplin Cross Country die Wertung bereits entschieden ist, ist in den Abfahrtsdisziplinen viel Spannung im Kampf um die Gesamtwertung angesagt.
Four Cross: Alvarez gegen Tschugg
Der am Freitagabend im Flutlicht durchgeführte Four Cross-Weltcup wird im Zeichen des Zweikampfs zwischen dem Spanier Rafael Alvarez und dem Deutschen Guido Tschugg stehen. Beide haben die Möglichkeit, die Gesamtwertung für sich zu entscheiden: Der Weltmeister Alvarez liegt in der Gesamtwertung nur gerade 50 Punkte vor Tschugg. Gewinnt Tschugg den Finallauf und Alvarez wird zweiter, würden die beiden die Weltcupsaison 2008 punktgleich abschliessen. So eng war die Gesamtweltcup-Ausgangslage vor einem Finallauf noch nie.
Bei den Damen hat die Holländerin Anneke Beerten den Gesamtweltcup bereits mit deutlichem Vorsprung gewonnen. Sie hat genau doppelt so viele Punkte wie die zweitplatzierte Anita Molcik.
Schweizer am Start beim Weltcupfinale: Roger Rinderknecht, Adrian Weiss, Adrian Kiener, Pascal Seydoux, Fabian Küttel, Martin Frei, Mirco Weiss, Nicolas Gspan, Pascal Furrer, Werner Muther, Martin Buck, David Graf.
Schweizerinnen am Start beim Weltcupfinale: Rachel Seydoux, Lucia Oetjen,
Downhill: Minnaar, Hill oder Atherton?
Ähnliche spannend wie bei den Four Crossern ist die Situation im Downhill. Auf der Planai-Strecke wird es zum grossen Showdown zwischen Greg Minnaar, Sam Hill und Gee Atherton kommen. Alle drei habe noch die Möglichkeit, den Gesamtweltcup für sich zu entscheiden. Zur Zeit liegt Minnaar mit 116 Punkten vor Sam Hill in Führung, sein Vorsprung auf Atherton beträgt 187 Punkte. Zwar hat Minnar ein respektables Polster, der Australier Sam Hill hat auf der Strecke in Schladming aber seit dem Jahr 2005 immer mit deutlichem Vorsprung gewonnen. Um Minnaar die Gesamtweltcup-Krone noch streitig zu machen, müsste Hill sowohl das Qualifikations- wie auch das Finalrennen gewinnen und Minnaar dürfte nicht besser als auf dem vierten Platz liegen. Das ist ein eher unwahrscheinliches aber theoretisch mögliches Szenerio.
Ein fast identisches Bild zeigt sich bei den Downhill-Damen. Hier liegt die Britin Rachel Atherton nur gerade 113 Punkte vor Sabrina Jonnier und 166 Punkte vor Tracy Moseley. Atherton dürfte damit erstmals in ihrer Karriere den Gesamtweltcup für sich entscheiden. Dass die Titelverteidigerin Jonnier diese Wertung noch gewinnen kann, ist unwahrscheinlich und eher theoretischer Natur.
Schweizer am Start beim Weltcupfinale: Nick Beer, Samuel Zbinden, Marcel Beer, Lars Peyer, Patrick Meyer, Martin Frei, Thomas Jeandin, Ludovic May, Nicolas Gspan, Sacha Robert, Roman Roschi, Lucas Meyer, Robin Hagen, David Hosang, Martin Buck, Janick Lieberherr
Schweizerinnen am Start beim Weltcupfinale: Miriam Ruchti, Emilie Siegenthaler, Silja Stadler
Cross Country: Gesamtweltcup an Absalon und Prémont
Entgegen den Abfahrtsdisziplinen ist der Gesamtweltcup in der Disziplin Cross Country bereits entschieden. Sowohl Julien Absalon wie auch Marié-Hélène Prémont liegen uneinholbar in Führung. Spannend wird es dagegen im Kampf um die dahinterliegenden Plätze. Christoph Sauser liegt derzeit punktgleich mit dem Kanadier Geoff Kabush auf Platz zwei. Derjenige der beiden, der zuerst das Ziel erreicht, hat sich auch den zweiten Platz in der Gesamtwertung gesichert.
Noch nicht entschieden ist die Situation in der U23-Klasse. Weil Nino Schurter auf die Weltcuprennen in Kanada verzichtet hat, konnte der Südafrikaner Burry Stander die Führung übernehmen und liegt nun mit 161 Punkten Vorsprung in Führung. Gewinnt Schurter das Rennen in Schladming, dürfte Stander nicht besser als auf dem zwölften Rang liegen um die Führung noch zu verlieren.
Eindrücklich ist die Schweizer Bilanz in der aktuellen Gesamtweltcup-Wertung: Mit Christoph Sauser (3), Nino Schurter (7), Florian Vogel (8), Martin Gujan (10) und Lukas Flückiger (12) liegen fünf Schweizer unter den besten 15 Fahrern.
Bei den U23-Damen liegt Nathalie Schneitter auf dem dritten Platz. Hätte sie wegen den Olympischen Spielen nicht auf die letzten vier Weltcupläufe verzichtet, hätte die Solothurnerin diese Wertung mit sehr grosser Wahrscheinlichkeit gewonnen. Ihr Abstand auf die führende Tereza Hurikova ist nun aber zu gross, um dieser noch gefährlich werden zu können. Die Tschechin gewinnt diese Wertung obschon sie auf einen Start in Schladming verzichtet. Allerdings könnte Schneitter noch den zweiten Platz sichern weil auch die vor ihr liegende Chinesin Ren Chengyuan nicht startet. Dafür müsste Schneitter mit einer Parforce-Leistung das Rennen in Schladming aber mindestens auf dem vierten Platz beenden.
Schweizer am Start beim Weltcupfinale: Christoph Sauser, Nino Schurter, Florian Vogel, Martin Gujan, Lukas Flückiger, Ralph Näf, Jürg Graf, Thomas Frischknecht, Gion Manetsch, Mathias Flückiger, Andreas Kugler, Fabian Giger, Christof Bischof, Patrik Gallati, Nicola Rohrbach, Martin Fanger, Till Marx, Silvio Bundi, Lukas Kaufmann, Alexandre Moos, Thomas Litscher, Balz Weber, Claudio Caluori, Roman Peter
Schweizerinnen am Start beim Weltcupfinale: Katrin Leumann, Petra Henzi, Nathalie Schneitter, Maroussia Rusca, Marielle Saner-Guinchard, Sarah Koba, Kathrin Stirnemann, Fabienne Heinzmann
Zeitplan:
Freitag, 19.00-20.30 Uhr: Four Cross Damen & Herren
Samstag, 13.45-15.45 Uhr: Downhill Damen & Herren
Sonntag, 10.00-12.00 Uhr: Cross Country Damen
Sonntag, 13.30-15.45 Uhr: Cross Country Herren
|