| In Houffalize startet der Cross Country-Weltcup |
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Im Belgischen Houffalize startet morgen Sonntag der Mountainbike-Weltcup in die neue Saison. Mit den gleichen Favoriten, die den Bikesport die letzten Jahre geprägt haben: Julien Absalon und Gunn-Rita Dahle. Absalon hat bei den Swisspower Cups klar gezeigt, wo die Messlatte liegt und die Norwegerin Gunn-Rita Dahle liess beim Bundesliga-Rennen in Münsingen durchblicken, dass sie noch stärker als je zuvor in die Saison startet. Bei den Schweizern liegen die Hoffnungen auf Christoph Sauser, Ralph Näf und Florian Vogel, die alle über das Potenzial für grosse Siege verfügen. Interessant wird auch sein, wie sich Nino Schurter in den Elite-Rennen durchsetzen kann. Startnummern-Pech für Silvio Bundi Mit dem Weltcup-Auftakt in Houffalize erfährt der Bikerennsport auch reglementarische Änderungen. So wurde die Weltrangliste per 1. Januar zurückgesetzt, was Einfluss auf die Startposition hat. Für die Spitzenfahrer, die letzte Saison Top15-Weltcuprangierungen erzielten oder für ein sogenanntes Tradeteam (UCI-registrierte Mannschaft) fahren, ändert sich dabei wenig. Pech hat in diesem Zusammenhang Silvio Bundi. Da er letzte Saison im Weltcup keine Top-Platzierung verbucht hat und das Giant-Swiss-Team auch nicht als Tradeteam gemeldet ist, muss sich der Bündner mit der Startnummer 245 ganz zu hinterst einreihen. Gut 250 Fahrer sind für das Rennen gemeldet, eine unglaubliche hohe Zahl für ein Weltcuprennen. Die Bestrebungen der UCI, die Fahrerfelder an Weltcups zu minimieren, scheinen nicht zu greifen. Es stellt sich dabei die Frage, ob für Klassiker wie Houffalize oder Madrid nicht wieder Qualifikationsrennen eingeführt werden sollen - dann hätten vielleicht sogar Fahrer wie Bundi eine tiefere Startnummer. Alles beim Alten bei der Spitze Auf den vordersten Linien der Startaufstellung wird sich dabei nichts ändern. Julien Absalon, Weltmeister, Olympiasieger und Gesamtweltcupsieger, ist der Mann, den es zu schlagen gilt. Gelingen kann das Christoph Sauser, der sich wie immer lange in Südafrika vorbereitet und da auch am Cape Epic teilgenommen hat. Zu den heissen Kandidaten zählt auch der Marathon-Weltmeister Ralph Näf, der nach eigenen Aussagen stärker als je zuvor in die Saison startet und mit einem Trainerwechsel den nötigen Impuls für die ganz grossen Siege geholt haben könnte. Und da wäre auch Florian Vogel, der sich im Schatten von Sauser, Näf und Frischknecht ganz an die Spitze gemausert hat und letztes Jahr zwei Mal auf einem Weltcup-Podest stand. Beim Finallauf in Schladming wurde er gar hinter Sauser zweiter. Entwickelt sich Vogel im gleichen Stil weiter, könnte ihm dieses Jahr auch den Coup eines Weltcupsiegs gelingen. Interessant wird sein, in welcher Verfassung sich Nino Schurter zeigt. Der Bündner hat in der letzten Saison in der Kategorie U23 alles gewonnen, was man gewinnen kann. Er wird nochmals zwei weitere Saisons in dieser Espoirs-Kategorie starten, sein Fokus liegt aber unterdessen bei der Elite. Beim Weltcup-Finale in Schladming machte Schurter lange an der Spitze das Tempo und wurde nur zurückgeworfen, weil er seinem Teamkollegen Vogel bei einem Reifendefekt sein Rad gab und sich im Dienste des Teams zurückfallen liess. Er habe noch lange Zeit, für die Weltcup-Podestplätze, meinte Schurter damals lakonisch und vielleicht auch symbolisch für seine künftig Entwicklung. Schweizer Damen geprägt von Olympia Bei den Damen liegt der Schweizer Fokus auf Petra Henzi, die hinter Gunn-Rita Dahle mit einem guten Dutzend anderer Athletinnen um die Folgeplätze kämpft und jederzeit für einen Podestplatz bei einem grossen Rennen zu haben ist. Noch kämpft sie aber mit den Folgen eines Bandscheiben-Vorfalls und dürfte wie schon bei den ersten Swisspower-Cups nicht ganz vorne mitreden. Hinter ihr besteht in der Schweiz eine grosse Lücke, Hoffnungsträgerin ist einzig die Luzernerin Renata Bucher, die auch schon ihre Ambitionen für die Olympischen Spiele in Peking angemeldet hat. Gerade bei den Olympischen Spielen liegt aber das grosse Problem der Schweizer Bikerinnen. Während bei den Herren die drei Startplätze gegeben sind und sich ein grosser Kampf um die Flugtickets entwickeln dürfte, besteht bei den Damen die Gefahr, dass nur eine Schweizerin nach Peking kann. Holen sie sich nicht in dieser Saison genügend UCI-Punkte, um in der Nationenwertung wieder ganz an der Spitze zu erscheinen, dürfte nach der jetzigen Konstellation einzig Petra Henzi nach China fliegen. Die Saison 2007 steht als bei den Damen bereits im Schatten der Olympischen Ringe. Reüssieren sie nicht in dieser Saison und holen sich einen zusätzlichen Startplatz, wird in Peking bei den Damen nur eine Athletin die Schweiz vertreten können. |
Meldung vom 21. April 2007 (Autor: red ) |







