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Ibex will im Gelände Gummi geben, und holt sich dafür prominente Schützenhilfe aus den USA: Tony Ellsworth gibt erstmals seine vielgerühmten Fully-Rahmen für eine andere Bikemarke aus der Hand.
In Europa ist Ellsworth nahezu unbekannt, doch in Nordamerika gehören die vollgefederten Mountainbikes von Tony Ellsworth zu den meistgelobten Rädern. Sowohl die US-Magazine wie auch die Besitzer auf MTBR verleihen den Modellen Truth, Epiphany Moment, Evolve und Rogue regelmässig Bestnoten. Erstmals in seiner Firmengeschichte überlässt Tony Ellsworth für das kommende Jahr seine Rahmen einer anderen Bikemarke. Den grossen Deal ging Ellsworth mit Ibex ein, der jüngsten Velomarke des St. Galler Veloherstellers Komenda. Dies ist umso beachtlicher, als dass Ibex erst seit einem knappen Jahr auf dem Markt ist und in der kommenden Saison zum ersten Mal auch Mountainbikes anbietet.
Nur das Beste ist gut genug
Für Dirk Kurek, Geschäftsführer bei Komenda war es aber klar, dass Offroad-Premiere von Ibex nicht auf irgendein Fully-Konzept zurückgreifen will, sondern dass er ein ausgereiftes Federsystem anbieten will. «Es gibt nur eine Hand voll wirklich guter Federsysteme auf dem Markt, und eines davon wollten wir mit Ibex anbieten», sagt er. Sein Auge fiel auf das patentierte ICT-System von Ellsworth. Dieses bietet einen virtuellen Drehpunkt an, der über den gesamten Federweg so wandert, dass er sich immer in der direkten Verlängerung der Kettenzuglinie befindet und somit die Federung von den Antriebskräften trennt.
Rasch kam Dirk Kurek mit Tony Ellsworth ins Gespräch: «Innert weniger Monate wurden wir uns einig, und an der vergangenen Eurobike besiegelten wir die Zusammenarbeit», erzählt Kurek. Bereits wenige Wochen später feierte die Fully-Linie «Ibex feat. Ellsworth» Premiere an der Komenda-Hausmesse und am testRIDE in der Lenzerheide konnten die Bikes zum ersten Mal ausprobiert werden.
Rahmenbau in den USA, Montage in der Schweiz
Für sein Fullsuspension-Programm greift Ibex auf die bewährten Rahmentypen von Ellsworth zurück und nennt die einzelnen Modelle auch gleich wie die US-Amerikaner. Alle Rahmen werden von Hand in Vancouver/Washington (nicht zu verwechseln mit der gleichnamigen Stadt in Kanada) bei Ellsworth geschweisst und roh zu Komenda verschickt. In deren Fabrik in Sirnach/SG werden die Rahmen nach Kundenwunsch lackiert und mit Komponenten nach Wahl einzeln aufgebaut. Mit einer angemessenen Bestückung sollen die Bikes nicht nur schluckfreudig und antriebsneutral, sondern auch sehr leicht sein. «Das Cross Country-Modell Truth wiegt geländefertig montiert weniger als 10 Kilo – und das mit einem Alurahmen und ohne Extremleichtbauteile», verspricht sich Kurek.
Virtueller Workshop hilft Wartezeit überbrücken
Die neuen Ibex-Fullys sind ab der nächsten Saison bei 45 ausgewählten Fachgeschäften exklusiv in der Schweiz erhältlich. Bis die überarbeitete Ibex-Homepage mit den neuen Modellen aufgeschaltet wird, kann man die vollgefederten Bikes auf der Seite von Ellsworth kennen lernen. Dort erklärt Firmengründer Tony Ellsworth in einem virtuellen Workshop auch ausführlich die Vorzüge seines Federsystems und ermöglicht einen direkten Vergleich zu anderen Federsystemen. |