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Huser, Bischof holen sich die Marathon-Titel
An diesem Wochenende begann auch die Meisterschaftswoche in der Region Portes du Soleil: Als erste standen die Langstreckenspezialisten am Start, um von Champéry über 72 Kilometer ihre Schweizermeister auszumachen. Während bei den Frauen Andrea Huser ihrer Favoritenrolle gerecht wurde, setzte es bei den Männern und U23 Überraschungen ab. Im Rennen der Espoirs holte sich der Phonak-Strassenprofi Johann Tschopp den Titel vor Lukas Flückiger, bei den Herren düpierte Koba-Fahrer Christof Bischof alle Marathon-Spezialisten sowie den Strassenprofi Alexandre Moos. Besonders Andrea Husers Vorsprung verspricht für die Weltmeisterschaften vom kommenden Wochenende im Salzkammergut eine Menge.



Bei den Herren zeigt die Rangliste ein überraschendes Resultat: Es gewinnt mit Christof Bischof ein Crosscountry-Spezialist vor dem amtierenden Radquer-Meister und dem letztjährigen Strassenmeister. Mit Sandro Späth folgt der erste «echte» Langstreckenspezialist auf Rang Fünf. Zudem gelang dem Meister in der U23-Kategorie Johann Tschopp das Kunststück, als erster überhaupt im Ziel anzukommen - noch vor dem Elite-Meister. Dagegen fuhr Andrea Huser die Konkurrenz der Damen in Grund und Boden: Über 17 Minuten betrug der Rückstand der Zweitklassierten im Ziel. Damit darf sich Huser für die Marathon-Weltmeisterschaften in einer Woche eine Menge ausrechnen.



Zumindest erklärt sich das Fehlen eines der Titelaspiranten in der Rangliste auf Grund der folgenden Pressemitteilung:

Starker Spichtig wurde nicht belohnt

Am vergangenen Sonntag fand in Les Crosets die erste Marathon Mountainbike Schweizermeisterschaft statt. Mit dabei der Schaffhauser Thomas Spichtig, der sich sehr intensiv auf diesen ersten Saisonhöhepunkt vorbereitet hatte. Das Feld war sehr stark besetzt mit den Cracks aus der Crosscountry- und Marathonszene. Am Start auch der bekannte Phonak Strassenprofi Alexandre Moos, der sich oft an den Mountainbiketitel-kämpfen versucht, und als Einheimischer besonders motiviert war.



Schon am zweiten Berg übernahm Spichtig die Führung und gab die Pace vor. «Ich wollte einfach das Feld etwas in die Länge ziehen», resümierte Spichtig. Schon bald schrumpfte wegen diesem Tempoforcing die Spitzengruppe auf vier Fahrer zusammen. Nach Rennhälfte dieser 72 Kilometer langen Prüfung distanzierte sich Spichtig in einer technischen Passage von seinen Verfolgern und bereitete sich auf seine Attacke vor. «Ich fühlte mich je länger, desto besser, und merkte, dass die anderen langsam müde wurden».



Gebrochene Achse lässt Titelträume platzen

In diesem Moment erlitt Spichtig einen irreparablen Defekt und wurde so jäh aus dem von ihm dominierten Rennen geworfen. Der Schnellspanner am Hinterrad zerbrach. «Eigentlich ist das gar nicht möglich», meinte Spichtig im nachhinein, «aber nun ist es halt doch passiert.
Nächste Woche habe ich zum Glück eine weitere Chance.»
Schon frühzeitig reist Spichtig ins Salzkammergut, um sich optimal auf die Weltmeisterschaft vom kommenden Sonntag vorzubereiten. Die Form stimmt, das haben die für ihn unglücklich verlaufenen Landesmeisterschaften gezeigt. Nun gilt seine Konzentration noch dem genauen Inspizieren der Rennstrecke, welche er trainingshalber zwei Tage lang abfahren wird. Genaue Streckenkenntnisse sind wichtig, und Spichtig will nichts dem Zufall überlassen. Bleibt zu hoffen, dass ihn diesmal das Glück nicht im Stich lässt.

Quelle: Pressemitteilung Robert Ochsner / ManagConsult



Marathon-Schweizermeisterschaften 2004, Champéry / Portes du Soleil

Strecke: 72km, 2800 Höhenmeter

Elite Herren:


1. Christof Bischof, Team Koba, in 3:43.36 Stunden

2. Christian Heule, Coop City-TG Hütten-Price, + 2.08

3. Alexandre Moos, Phonak, + 4.09

4. Reto Manetsch, Athleticum MTB-Team, + 6.02

5. Sandro Späth, Papival-BMC-DSR, + 6.40

6. Silvio Bundi, Athleticum MTB-Team, + 8.08


Elite Damen:

1. Andrea Huser, Papival-BMC-DSR, in 4:11.55 Stunden

2. Daniela Louis, Thömus Bike Team, + 17.23

3. Petra Henzi, Fischer-BMC, + 18.52


U23:

1. Johann Tschopp, Phonak, in 3:42.29 Stunden

2. Lukas Flückiger, Team Koba, + 3.47

3. Jonas Vuille, Flückiger Electricité, + 27.05


www.swiss-cycling.ch
www.bikepark.ch/Marathon.html

Meldung vom 04. Juli 2004 (Autor: red )
 

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