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Holland: Hohe Bussen gegen Fahrradhersteller
Die holländische Wettbewerbs-Behörde NMa hat gegen die drei Grossen der holländischen Fahrrad-Industrie, Gazelle, Accell Group und Giant Europe happige Bussen verhängt. Mit Hilfe unerlaubter Preisabsprachen sollen die drei Firmen, die zusammen 70 bis 80 Prozent des holländischen Fahrradmarktes kontrollieren, laut der staatlichen Behörde im Geschäftsjahr 2001 die Verkaufspreise für Fahrräder künstlich in die Höhe getrieben haben.



Rekurs ist beschlossene Sache

Angesichts der verhängten Bussen erstaunt es nicht, dass die betroffenen Firmen an die nächsthöhere Instanz gelangen wollen: Gazelle soll rund 13 Millionen Euro, Accell 12,9 Millionen und Giant gut 4 Millionen Euro abliefern ? eine bittere Pille in wirtschaftlich ohnehin nicht rosigen Zeiten. Im Jahr 2001 wurden in Holland laut der Fachpublikation Bike-EU 1'365'000 Fahrräder mit einem Durchschnittspreis von 530 Euro verkauft, was einen Umsatz von 725 Millionen ergibt.



Accell-Chef Takens nimmt Stellung

In einem Statement gegenüber der Fachzeitschrift «Bicycle Retailer and Industry News» weist Accell-Konzernchef René Takens den Befund der holländischen Wettbewerbsbehörde weit von sich: Preisabsprachen habe es nie gegeben, man habe stets in gut Treu und Glauben gehandelt. Die verhängte Busse sei ungerecht und obendrein völlig unverhältnismässig. Die Accell Group erzielte im Geschäftsjahr 2003 mit Marken wie Batavus, Koga und Sparta einen Gewinn von 9,2 Millionen Euros ? damit übersteigt das nun verhängte Bussgeld den Jahresgewinn. Die Rekurse der betroffenen Firmen gegen den Bussbewscheid sind allerdings schon beschlossene Sache, das letzte Wort ist diesbezüglich noch nicht gesprochen.

Meldung vom 24. April 2004 (Autor: red )
 

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