| Hermida und Spitz sind die neuen Europameister |
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Bei den Europameisterschaften in Görem holen sich der Spanier José Hermida und die Deutsche Sabine Spitz die Titel. Hermida gewinnt mit über einer Minute Vorsprung auf den Titelverteidiger Julien Absalon und nochmals fast zwei Minuten vor Fredrik Kessiakoff und Christoph Sauser. Florian Vogel wird dahinter fünfter. Bei den Damen sichert sich Sabine Spitz nach ihrem Weltmeistertitel in Lugano erstmals wieder einen Sieg bei internationalen Meisterschaften und kann die Gesamtweltcup-Führende Irina Kalentieva distanzieren. Dahinter wird die in Amerika lebende Tschechin Katrina Nash vierte vor der Schweizerin Petra Henzi. Henzi nahe an den Medaillen Petra Henzi im Damenrennen erwischte für einmal einen guten Start und befand sich in der ersten Runde in einer fünfköpfigen Spitzengruppe, die sich vom Rest des Feldes abgesetzt hatte. Als Sabine Spitz das Tempo etwas verschärfte, löste sich die Gruppe auf. Henzi lag auf Position Vier, hatte aber bis in die dritte von vier Runden die Bronzemedaille noch in Sichtweite. Die WM-Dritte von 2005 war letztlich aber nicht in der Lage noch mehr zuzusetzen und kam als Vierte ins Ziel. Hinter Henzi lag die Schweizerin Renata Bucher in der ersten Runde noch unter den besten Zehn, stürzte dann aber und fiel zurück. Obwohl sie sich am linken Handgelenk verletzte, beendete sie das Rennen. Bucher wurde danach zur Untersuchung ins Spital gebracht. Wie schon bei den Damen gab es auch bei den Herren keine Medaille für die Schweizer Mountainbiker. Bei den Europameisterschaften in Göreme, Türkei, belegte Christoph Sauser hinter dem Spanier José Antonio Hermida, Titelverteidiger Julien Absalon und Fredrik Kessiakoff aus Schweden Rang Vier. Florian Vogel wurde Fünfter. Für das Schweizer Team blieb es in Kappadokien somit bei vier Goldmedaillen. Hermida holte sich nach 2002 und 2004 sein drittes EM-Gold in der Eliteklasse. Der Spanier ging bereits in der ersten Abfahrt in Front und liess sich dann nicht mehr aufhalten. Auch nicht von Olympiasieger Absalon, der in der zweiten von sechs Runden die Verfolgung aufnahm. Um den dritten Platz kämpften neben Kessiakoff auch Florian Vogel, der lange zusammen mit dem Schweden hinter den beiden Führenden lag. Von hinten schloss in der vierten Runde Sauser zu dem Duo auf. Als es in die fünfte Runde ging, fiel Vogel die Kette vom grossen Blatt und verklemmte sich zwischen Pedal und Scheibe. Das kostete den Fehraltdorfer den Anschluss und damit auch eine mögliche Medaille. Sauser und Kessiakoff duellierten sich um Bronze. In den Abfahrten konnte der Sauser Kessiakoff immer distanzieren, doch letztlich nutzte der Schwede seine momentan bessere Verfassung in den Anstiegen und holte sich Rang Drei. Lukas Flückiger hatte sich bis zur fünften Runde auf dem siebten Platz gehalten. Der Weltcup-Dritten von Offenburg plagten dann aber Krämpfe, so dass er Positionen verlor. In der letzten Runde hatte er gar noch einen Reifendefekt, so dass er letztlich abgeschlagen ins Ziel kam. Stimmen zu den Rennen Petra Henzi: Ich bin ein bisschen enttäuscht, dass ich die Medaille verpasst habe. Aber nur ein bisschen. Die drei anderen waren einfach stärker. Mein grösstes Problem war heute mein Rücken, der schmerzt jetzt furchtbar. Aber meine Beine waren gut, vom Team-Rennen habe ich mich gut erholt. Katrin Leumann: Ich hatte zwei Runden lang Probleme meinen Rhythmus zu finden. Danach lief es prima. Maroussia Rusca: Ich war vergangene Woche noch krank und habe lange überlegt ob ich überhaupt hierher fliege. Für diese Umstände bin ich sehr zufrieden. In den ersten beiden Runden habe ich mich stark gefühlt, danach habe ich Krämpfe bekommen. Christoph Sauser: Die anderen sind einfach schneller als ich momentan. Natürlich bin ich enttäuscht, ich wollte hier eine Medaille. Aber immerhin ging es besser als vor zwei Wochen in Kanada. Ich hatte Probleme nach einer halben Runde, José ist gleich weg gezogen auf Nimmerwiedersehen. Jetzt mache ich erst mal Pause. Schluss mit der Reiserei. Florian Vogel:Es war schade, ich habe durch den Kettenklemmer so viel Zeit verloren und musste später noch einmal anhalten. Paulissen und Trofimov hatte ich gleich wieder. Ich hatte so super Beine und wenn du um eine Medaille fährst, dann fährst du ganz anders. Ich weiss nicht, vielleicht wäre eine Medaille möglich gewesen. Lukas Flückiger: Mir ging es gut aber irgendwann haben leichte Krämpfe angefangen, immer wenn ich beschleunigen wollte. Und durch den Plattfuss habe ich viele Plätze verloren. Mit dem Rang bin ich nicht zufrieden aber mit dem Rennen schon. www.ride.ch/website/bilder_em07.php |
Meldung vom 15. Juli 2007 (Autor: red ) |







