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Die Speed-Disziplinen beim Weltcup in Andorra werden von einer Familie dominiert: Von Dan, Gee und Rachel Atherton. Nachdem Dan am Samstag Abend den Four Cross gewinnen konnte, holten sich die beiden anderen den Sieg in den Downhill-Rennen. Mit Emilie Siegenthaler auf Platz 8 und Nick Beer auf 13 sind auch die Schweizer ganz vorne mit dabei.
Nach den Trainingsresultaten hätte es für die Schweizer gar noch besser ausgesehen: Mit Rang sechs hat sich Nick Beer unter der Weltspitze eingereiht und Fahrer wie Minnaar, Kovarick, Lehikoinen oder Rennie hinter sich gelassen. «Da bist du dann schon ein bisschen nervös am Start», konstatierte der erst 20-jährige Beer. Im Finallauf sei er dann einige Male in den Kurven weggerutscht, kommentiert er seinen Lauf. Mit Rang 13 erzielt er seit 2005 wieder ein Top-15-Resultat eines Schweizer Downhillers.
Nick Beers Spitzenresultat ist umso bemerkenswerter, als dass er sich im Juni 2004 schwer verletzte, vier Operationen über sich ergehen lassen musste und ein Jahr an Krücken ging. Im Jahr 2006 kam er dann zurück in den Downhillsport und dürfte gemäss Einschätzungen vieler Kenner noch mit weiteren Spitzenresultaten von sich Reden machen.
Und mit Emilie Siegenthaler scheint bei den Downhillerinnen eine Nachfolgerin für Marielle Saner als konstante Leistungsträgerin gefunden zu sein. Die ehemalige Cross Country-Europameisterin fährt in Andorra auf Platz acht, sowohl im Final- als auch im Qualifikationslauf. Dabei fehlt ihr noch jegliche Routine: Es ist erst das vierte Downhillrennen der 21-jährigen Bielerin und auf vielen Abschnitten der Strecke in Andorra wäre mehr Erfahrung von Vorteil gewesen. Auch würden ihr technisch schwierigere Strecken besser liegen. «Ich freue mich auf die Weltmeisterschaften, die Strecke ist viel schwieriger und passt mir bestens», kommentierte Siegenthaler ihr weiteren Saisonpläne.
Mit Marcel Beer auf Platz 33 und Dominik Gspan auf Platz 34 klassieren sich zwei weitere Schweizer in der ersten Ranglistenhälfte und setzen dem misslichen Saisonstart in Maribor einen Gegenpunkt.
Witzige Szenen spielten sich bei der Siegerehrung ab. Die Veranstalter hatten erstaunlicherweise die englische Nationalhymne nicht abspielbereit. Rachel Atherton fackelte nicht lange und sang sie gleich selber.
Rangliste Mountainbike Weltcup Andorra, Downhill Herren:
1. Gee Atherton (GBR), 2:35.35
2. Samuel Hill (AUS), +0.31
3. Greg Minnaar (RSA), +1.38
4. Steve Peat (GBR), +2.14
5. Samuel Blenkinsop (NZL), +3.36
6. Chris Kovarik (AUS), +3.83
7. Fabien Barel (FRA), +3.86
8. Fabien Pedemanaud (FRA), +6.07
9. Matti Lehikoinen (FIN), +6.30
10. Steve Smith (CAN), +6.65
13. Nick Beer (SUI), +7.29
33. Marcel Beer (SUI), +12.61
34. Dominik Gspan (SUI), +12.63
Rangliste Mountainbike Weltcup Andorra, Downhill Damen:
1. Rachel Atherton (GBR), 2:55.30
2. Sabrina Jonnier (FRA), +8.47
3. Floriane Pugin (FRA), +11.81
4. Tracy Moseley (GBR), +15.11
5. Emmeline Ragot (FRA), +15.18
6. Fionn Griffith (GBR), +24.38
7. Céline Gros (FRA), +25.42
8. Emilie Siegenthaler (SUI), +29.81
9. Melissa Buhl (USA), +33.31
10. Diana Marggraff (ECU), +33.61

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