| Fumic und Spitz sind deutsche Marathon-Meister |
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Die Deutschen Mountainbiker ziehen den Schweizer nach: Mit Lado Fumic und Sabine Spitz haben sich beide den zweifachen Meistertitel (Marathon und Cross Country) gesichert. In der Schweiz ist dies heuer Balz Weber und Petra Henzi gelungen. Pech für Lados Bruder Manu Fumic: Er brach sich bei einem Sturz das Schlüsselbein. Bevor Lado zum Meistertitel ansetzte, begleitete er seinen Bruder noch zum Krankenwagen. Fumic und Sabine Spitz holten sich in Münsingen die Titel in der MTB-Marathon-Disziplin. Nach 114 Kilometern war Fumic in 3:48:48 Stunden genau eine Minute schneller als der Österreicher Martin Kraler. Wolfram Kurschat wurde Dritter vor Benjamin Rudiger. Sabine Spitz distanzierte die Freiburgerin Nina Göhl in 4:27:40 Stunden um 30 Sekunden. Hinter Pia Sundstedt (Finnland) holte sich Adelheid Morath DM-Bronze. Elf Fahrer waren aus dem 185 Biker starken Männer-Peloton gemeinsam auf die dritte und letzte 38-Kilometer-Runde gegangen. Nach etwa 95 Kilometern fiel die Entscheidung und sie fiel auf eine etwas tragische Weise. Manuel Fumic, Lado Fumic und Martin Kraler hatten sich etwas abgesetzt. In einer schnellen Wiesenabfahrt schaute sich Manuel Fumic, der die Spitzengruppe intiiert hatte, nach den Verfolgern um. Lado Fumic fuhr just in diesem Moment einen halben Meter weiter rechts. Manuel Fumic touchierte das Schaltwerk seines Bruders Lado und stürzte bei hoher Geschwindigkeit. Später wurde bei ihm ein Schlüsselbein-Bruch diagnostiziert. Lado Fumic hielt an und begleitete seinen Bruder zum Krankenwagen, während Kraler alleine weiter fuhr. Lado Fumic für die «Familienehre» «Ich war so sauer darüber, dass mich der Ehrgeiz packte. Ich wollte die Familienehre retten. Das Meistertrikot gehört Manuel», sagte Lado Fumic im Ziel, nachdem er sich auf den letzten 200 Metern von den Zuschauern ausgiebig hatte feiern lassen. Den Adrenalinstoss nutzte er um zuerst den einbrechenden Moritz Milatz, dann Wolfram Kurschat, schliesslich auch noch Kraler zu schlucken und nach sechs Cross-Country-Titeln seine erste Marathon-Meisterschaft zu holen. «Lado war einfach stärker», konstatierte der Österreicher. Kurschat hatte sich auf die Langdistanz vorbereitet und war mit seiner DM-Silbermedaille sehr zufrieden. Überraschend holte sich der Deutsche U23-Meister Benjamin Rudiger die Bronzemedaille. Kurz vor dem Ziel konnte er Jürgen Kotulla noch einholen und war damit drittbester Deutscher. «Das hätte ich nicht gedacht», war Rudiger selbst verblüfft. Bei den Damen kam eine vierköpfige Gruppe aus der ersten 38-Kilometer-Runde. Dann zog Nina Göhl an einem der vielen Anstiege das Tempo an. Das kostete Katrin Schwing und Pia Sundstedt den Kontakt zu Göhl und der Titelverteidigerin Sabine Spitz. Das Duo an der Spitze blieb zusammen bis kurz vor Schluss. Sabine Spitz hatte sich zwar einmal abgesetzt, doch dann plagten die Olympia-Dritte Krämpfe und Göhl kam wieder heran. Erst zwei Kilometer vor dem Ziel, am letzten Anstieg, beschleunigte Spitz noch einmal. «Ich wollte an dieser Stelle selbst attackieren aber als Sabine Tempo gemacht hat, war nichts mehr drin.» Nach dem ersten Langdistanz-Rennen ihrer Karriere war die 22-Jährige mit Silber aber sehr zufrieden. Für Sabine Spitz war es nach 2004 in Kirchzarten der zweite Marathon-Titel. «Nina war sehr stark heute. Meine Taktik war nur mit zu fahren und auf der letzten Runde im richtigen Moment die Entscheidung zu suchen,» sagte die Südbadenerin. Das Endergebnis gab ihrer Strategie recht. Marathon-Europameisterin Pia Sundstedt (Finnland) erwischte keinen guten Tag. Dennoch konnte sie sich mit 9:21 Minuten Rückstand als Dritte ins Ziel retten. Nur 1:18 Minuten später kam Adelheid Morath als dritte Deutsche und damit Bronzemedaillengewinnerin ins Ziel. Die 21-Jährige war genauso überrascht vom Edelmetall wie ihr Rothaus-Cube-Teamkollege Rudiger bei den Herren. «Am Anfang ging es mir gar nicht gut. Dass ich hier eine Medaille hole, hätte ich nicht gedacht», sagte Morath. Rangliste Deutsche Marathon-Meisterschaften, Herren 1. Lado Fumic, 3:48:48 2. Martin Kraler, 3:49:48 3. Wolfram Kurschat, 3:51:14 4. Benjamin Rudiger, 3:53:16 5. Jürgen Kotulla, 3:53:20 6. Moritz Milatz, 3:55:06 7. Peter Riis Andersen, 3:55:24 8. Hannes Genze, 3:55:32 9. Stefan Sahm, 3:55:43 10. Karl Platt, 4:00:23 Rangliste Deutsche Marathon-Meisterschaften, Damen 1. Sabine Spitz, 4:27:40 2. Nina Göhl, 4:28:10 3. Pia Sundstedt, 4:37:01 4. Adelheid Morath, 4:38:19 5. Katrin Schwing, 4:40:32 6. Ivonne Kraft, 4:43:39 Quelle: Pressemitteilung |
Meldung vom 26. September 2005 (Autor: red ) |







