Anzeige
 
       Ausgabe 02/2012 ab 3. Mai am Kiosk

 
RIDE › Race-News › Frischknecht feiert sein Karrieren-Ende
 
Frischknecht feiert sein Karrieren-Ende

Auf eine sympathische, persönliche und emotionale Art und Weise hat sich Thomas Frischknecht in Celerina vom Mountainbikerennsport verabschiedet. Er nutzte die «Frischi Bike Challenge» als grosse Abschiedsvorstellung. Mit Thomas Frischknecht tritt der grösste Mountainbiker aller Zeiten zurück.



Die Szenerie hätte nicht passender sein können: Bei Prachtswetter beendete Thomas Frischknecht in Celerina seine unterdessen zwanzigjährige Laufbahn als Radprofi. Er war der letzte Mountainbiker im Rennzirkus, der bereits in den Anfangjahren des Bikesports Weltcuprennen bestritten hat. 17 Weltcupsiege stehen heute auf seinem Konto, dazu kommen drei Weltmeistertitel und der Status des bekanntesten und erfolgreichsten Mountainbiker aller Zeiten.



Die Zeremonie in Celerina ging so über die Bühne, wie sich Frischi am wohlsten fühlt: Unter Fans und Freunden, keine übertriebene Galashow sondern eine persönliche Feier in einem Festzelt. Frischi ist über all die Jahre am Boden geblieben und hat dies mit seiner Abschlussfeier zum Ausdruck gebracht.



Tom Ritchey begleitete Frischi die ganze Karriere


Eindrücklich in Erinnerung bleibt, als Tom Ritchey seinem Freund Thomas Frischknecht für all die Jahre dankt, in denen er den Mountainbikesport geprägt hat. Thomas Frischknecht (und vielen Anwesenden) standen dabei die Tränen zu vorderst. Mit Ritchey hat alles angefangen und Ritchey steht bis heute an der Seite Frischknechts – mit umgekehrten Vorzeichen: Während es in den Anfangjahren Tom Ritchey war, der Frischi Mountainbikes zur Verfügung gestellt hat, schenkt ihm Frischknecht zum Abschluss der Karriere eines der wenigen Sondermodellen, die Scott extra in Gedenken an Thomas Frischknecht produziert hat.

Rührend war auch die Szene, als ihm Bart Brentjens als Dank für die über 16 Jahre als Gegner auf der Rennstrecke gedankt hat und ihm ein Paar hölzerne Hollandschuhe mit Klickpedal-Einsätzen schenkt. Und der Marathonläufer Viktor Röthlin offerierte ihm seine volle Unterstützung auf dem Weg zu Frischis nächster Herausforderung – dem New York-Marathon.



Stehende Ovationen für Frischknecht


Die grosse Ehre erreichte Frischi aber mit einem Film, der aus den Archiven des Schweizer Fernsehens seine Karriere nochmals Revue passieren liess. Nach der Vorführung erhielt Frischknecht währende mehreren Minuten eine stehende Ovation der anwesenden Gäste. Der Film und der anschliessende Applaus gab einen Eindruck, welch eindrückliche Karriere an diesem Abend sein Ende nahm.



Abwesenheit vieler Rennfahrer und Journalisten

Dennoch bleibt ein Wermutstropfen, betrachtet man die anwesenden Gäste. Zwar war das Festzelt vollständig gefüllt mit Freunden, Fans und vielen Rennfahrern. Gerade bei den Rennfahrern glänzten aber viel der grossen und erfolgreichen Athleten durch Abwesenheit. War doch für fast alle von ihnen Thomas Frischknecht das grosse Vorbild, ohne Frischknecht wären viele unter ihnen nicht da, wo sie heute sind. Es wäre eine Frage von Stil und Grösse gewesen, bei der Abschiedfeier von Thomas Frischknecht Präsenz zu zeigen.

Nicht anders verhielten sich die Journalisten, die über Jahre von Thomas Frischknechts Professionalität profitiert haben und durch ihn immer wieder gelungene Geschichte aufbereiten konnten. An der Abschlussfeier zählten auch die meisten unter ihnen zu den grossen Abwesenden.



www.frischibikechallenge.ch


Meldung vom 21. September 2008 (Autor: red )
 

Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren

Passende Beiträge

Passende Google-Links