Beim Weltcuplauf in Andorra ist Roger Rinderknecht die tragische Figur: Nachdem er alle Vorläufe souverän dominiert hat, liegt er auch im Finallauf in Führung - und stürzt nur ein paar wenige Meter vor dem Ziel. Er hat seinen zweiten Weltcupsieg förmlich schon riechen können, am Schluss muss er mit dem undankbaren vierten Platz Vorlieb nehmen. Es gewinnt schliesslich der Holländer Joost Wichmann.
Rinderknecht dominiert – kann aber nicht gewinnen
Roger Rinderknecht und Jared Graves sind zur Zeit die grossen Figuren im Four Cross, sie sind deutlich die stärksten Fahrer der Welt. Doch Four Cross wäre nicht so attraktiv, wenn nicht alles passieren könnte. So auch in Andorra, wo sich die beiden von den BMX-Spezialisten Wichmann und Madill geschlagen geben müssen. Rinderknecht und Graves waren bisher aber bei allen Weltcupläufen im Finale, sie zeigen eine extrem konstante Leistung - was im Four Cross an sich schon eine, nur von ganz wenigen Athleten erreichte Leistung ist.
Rachel Seydoux: Nach guter Platzierung schwer verletzt
Aus Schweizer Sicht ebenso tragisch verlief das Rennen der Damen. Im Finallauf kann sich Fionn Griffith gegen Anneke Beerten, Jana Horakova und Jill Kintner durchsetzen. Im Kleinen Final liegt Rachel Seydoux vorne, stürzt dann aber etwas oberhalb Rinderknechts verhängnisvoller Stelle und muss schwer verletzt abtransportiert werden. Noch sind über Seydoux Verletzungen nichts bekannt, doch die Tragödie will es, dass Rachel Seydoux Roger Rinderknechts Teamkollegin bei GT ist – dunkle Wolken über dem Rennstall.
Im Fokus auf den wilden Kampf um den Sieg geht aus Schweizer Sicht der ausgezeichnete neunte Rang von David Graf unter. Der Winterthurer holte sich an den Schweizermeisterschaften im vergangenen Jahr die Bronzemedaille und arbeitet sich nun stetig weiter nach vorne.