| Fort William: Sauser gewinnt souverän |
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Die bisherigen Resultate im Worldcup zeigten schon eine vielversprechende Tendenz, die Christoph Sauser nun in Fort William eindrücklich bestätigt. Wie in Houffalize machte sich «Susi» mit Teamkollege Roel Paulissen schon früh aus dem Staub und sorgte so für eine Vorentscheidung. Während Frischknecht in Schottland passen musste, fuhr Ralph Näf eine Woche nach seinem schweren Sturz dank einer starken Schlussphase auf einen tollen achten Rang. Die Startphase: Massensturz und Team-Zeitfahren Fünfhundert Meter nach dem Start war beim Rennen der Herren das Chaos perfekt: Ein unvorsichtiger Zuschauer lief in die Strecke, während Roland Green bei vollem Tempo um den Anschluss kämpfte. Die Folge: Ein kapitaler Massensturz, der den zweimaligen Weltmeister Green und den Deutschen Karl Platt gleich aus dem Rennen warf. Nicht am Start erschien übrigens Thomas Frischknecht. Dafür startet Christoph Sauser umso schneller und erscheint nach der Einführungsrunde im Spitzenduo ? wie in Houffalize zusammen mit Teamkollege Roel Paulissen. Die nächsten Verfolger Péraud, Taberlay und Martinez liegen bereits 30 Sekunden, Filip Meirhaeghe schon eine Minute zurück. Wird sich in Fort William etwa der Rennverlauf von Houffalize wiederholen? Schön wärs, denn diesmal wäre «Susi» mit Siegen an der Reihe? Weltelite machtlos gegen das Spitzenduo Zu Beginn der dritten von fünf Runden haben Sauser und Paulissen ihren Vorsprung auf 1.40 Minuten ausgebaut: Die Taktik der Vorwoche scheint ein zweites Mal aufzugehen. Dahinter hat sich ein neun Mann starkes Verfolgerfeld mit Weltmeistern, Olympia- und Worldcupsiegern gebildet, mit unter anderem Filip Meirhaeghe, Miguel Martinez, Bart Brentjens, Julien Absalon. Doch auch diese hochkarätige Gruppe verliert weiter an Terrain. Als erster forciert darum Filip Meirhaeghe, und der amtierende Weltmeister kann sich erfolgreich aus der Verfolgergruppe absetzen. Bis zum Beginn der vierten Runde hat Meirhaeghe den Vorsprung des Spitzenduos auf 1.20 Minuten reduziert. Die weiteren Verfolger fahren dagegen bereits mit drei Minuten Rückstand hinterher: Es sind dies Bart Brentjens, Jean-Christophe Péraud, Lado Fumic, Miguel Martinez und Liam Killeen. Martinez kommt allerdings in der vierten Runde schwer zu Fall und muss das Rennen aufgeben. Dafür drehen einige Fahrer in der zweiten Rennhälfte ganz mächtig auf. Neben dem Australier Sid Taberlay und Josélito Hermida gehört erfreulicherweise auch Ralph Näf dazu. Sauser souverän voraus, Näf auf Aufholjagd Bei der letzten Zielpassage steht der Sieger fest, und für die Schweizer Bikefans gibts gute Neuigkeiten: Christoph Sauser erscheint solo bei Start und Ziel, mit gut dreissig Sekunden Rückstand folgt sein Teamkollege Roel Paulissen, eine Minute zurück dann Filip Meirhaeghe. Für den Sigriswiler siehts also ganz gut aus. Hinter Meirhaeghe tut sich eine Menge: Der Australier Sid Taberlay und Joselito Hermida haben die Verfolger ein- und überholt, sie fahren nun auf den Rängen Vier und Fünf. Bis ins Ziel verdreifacht Christoph Sauser seinen Vorsprung auf Roel Paulissen noch und wird damit unangefochtener Sieger des Herren-Rennens in Fort William. Mit 1'30 Rückstand erreicht Paulissen das Ziel als Zweiter, Filip Meirhaeghe wird nochmals eine Minute später Dritter. Taberlay bricht auf der letzten Runde noch ein und wird bis auf Rang Zwei durchgereicht, während Ralph Näf sich zwischen die beiden T-Mobile-Fahrer Fumic und Brentjens auf den achten Rang vorschiebt. Abschliessend möchten wir uns bei Armin Küstenbrück und Karl Gross von Bike-Sport-News sowie bei den Jungs von Canadian Cyclist für ihre Berichte von der Rennstrecke bedanken. UCI-Worldcup, Lauf 3 in Fort William / SCO Resultat Herren Elite: 1. Christoph Sauser, Sigriswil, Siemens Mobile-Cannondale, in 1:59.32 Stunden 2. Roel Paulissen, BEL, Siemens Mobile-Cannondale, + 1.24 3. Filip Meirhaeghe, BEL, Specialized International, + 3.18 4. Liam Killeen, GBR, Subaru-Gary Fisher, + 3.30 5. Jean-Christophe Péraud, FRA, Cycle LaPierre, + 3.32 6. Josélito Antonio Hermida, ESP, Multivan-Merida Team, + 3.35 7. Lado Fumic, GER, Team T-Mobile, + 4.05 8. Ralph Näf, Andwil, Multivan-Merida Team, + 4.11 9. Bart Brentjens, NED, Team T-Mobile, + 4.15 10. Sid Taberlay, AUS, Avanti TIS, + 5.16 Ferner die Schweizer: 36. Martin Gujan, Pragg-Jenaz, Team Koba, + 11.36; 39. Silvio Bundi, Chur, Athleticum MTB-Team, + 11.45; 60. Andreas Kugler, Frasnacht, Univega Pro Cycling Team, + 14.31; 66. Sandro Spaeth, Muttenz, Papival-BMC-DSR, + 15.34; 73. Balz Weber, Bachenbülach, Maxxis-MSC, + 18.01; 74. Jürg Graf, Kriessern, Team Koba, st; 78. Lukas Müller, Au/ZH, Biking Cyprus / TG Hütten, + 20.22 aufgegeben: u.a. Roland Green, Karl Platt (Sturz in 1. Runde), Miguel Martinez (Sturz in 4. Runde), Florian Vogel, Reto Manetsch www.bike-guide.com www.canadiancyclist.com www.tissottiming.com |
Meldung vom 05. Juni 2004 (Autor: red ) |







