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Erste Nummer des neuen Swiss Cycling Journal
Ende letzten Jahr war es angekündigt, nun ist die erste Nummer des Swiss Cycling Journals erschienen. Das Verbandsorgan des Schweizer Radsportverbandes erscheint neu als elektronischer Newsletter in PDF-Form. Die Neuorientierung des Journals ist ein Schritt in die richtige Richtung, nach der Lektüre der ersten Nummer stellen sich aber zwei Fragen: Wo bleibt die Berichterstattung zum Thema Mountainbike? Wieviele Tippfehler erträgt ein solches Medium?


Vergessen: Mountainbike

Nach der Lektüre des neuen Magazins kann man sich als Mountainbiker die Frage stellen: Ist die Disziplin Mountainbike überhaupt integriert in den Radverband? Da werden zu Recht der Strassen- und der Quersport seitenweise beackert, für den Mountainbikesport reicht es aber gerademal zu einer mageren Newsmeldung. Die Sportart Mountainbike gilt heute als eine der grossen Breitensportarten und auch in Sachen Rennerfolge kann den Bikern noch manche Radsport-Disziplin eine Scheibe abschneiden. Dass genügend Inhalte vorhanden gewesen wären, zeigen die vielen Newsmeldungen auf move.ch oder im Schweizer Teil des bike-Magazins. Selbst bei der Event-Übersicht schaffen es gerade mal drei Bike-Anlässe in die Auflistung - für die Periode von Februar bis Mai 2003.


Missverhältnis bei der Themensetzung

Wohlverstanden, MOVE hat nichts gegen den Strassen- oder den Quersport, im Gegenteil. Aber die Meldung, dass der Quer-Fahrer Michi Baumgartner zur Stärkung seines Abwehrsystems von Chnoblibrot auf Fruchstaft umgestiegen ist, wirkt eher als (peinlicher) Lückenfüller und steht von seiner Aussagekraft in keinem Verhältnis zu den Meldungen, die der Mountainbikesport hergegeben hätte.


Inhalt ist Mitgliederbindung

Jeder Mountainbiker, der durch die breit angelegte Marketing-Kampagne von Swiss Cycling sich als neues Mitglied registrieren liess, dürfte bei der Lektüre des ersten Magazins etwas verunsichert worden sein. Swiss Cycling-Mitglied zu sein heisst auch, seine Sportart unterstützen zu wollen. Leider gibt der Radverband mit der neuesten Ausgabe keinerlei Signale in Richtung Mountainbike. «Tue Gutes und sprich darüber» heisst eine alte Weisheit der PR-Branche, die sich die Macher des Magazins im Bereich Mountainbike zu Herzen nehmen sollten.


Zu viele Tippfehler

Weniger wichtig, dennoch aber komisch muten die vielen Tipp- und Trennungsfehler an. Kaum eine Seite, die nicht einen verlegenen Lacher produziert. Bestes Beispiel: Auf Seite sechs wird aus «Swiss Cycling» neu «Swiss Cacling». Oups. Haben die Macher kein Rechtschreibe-Programm installiert? Wird das Heft nicht korrekturgelesen vor der Veröffentlichung?


Trotzdem: Richtige Richtung

Von dieser Kritik abgesehen, geht der Radverband mit seinem Konzept in eine richtige Richtung. Durch den digitalen Versand erspart er sich sehr hohe Druck- und Versandkosten und nutzt mit dem Internet eine Technologie, die in der Schweiz schon fast zu jedem Haushalt gehört. Auch grafisch sind die Seiten sauber aufgemacht und gut strukturiert. In diesem Sinne: Weiter so, aber ein bisschen anders.

Meldung vom 15. Februar 2003 (Autor: red )
 

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