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Die Bike Days feierten in Solothurn eine erfolgreiche Premiere. Mit 17 000 Besuchern über drei Tage wurden die Erwartungen der Veranstalter übertroffen. Spannende Wettkämpfe auf hohem Niveau, zahlreiche Velotest-Möglichkeiten sowie die Messe mit 80 Ausstellern und 232 Marken sorgten für eine hervorragende Stimmung unter den Besuchern. Solothurn hat sich als idealer Standort für die Bike Days erwiesen. Sieger des Racer Bikes Cup wurden am Samstag Nino Schurter vor seinem Teamkollegen Florian Vogel. Die Lokalmatadorin Nathalie Schneitter konnte einen Heimsieg feiern. Nächstes Jahr finden die Bike Days von 7. bis 9. Mai statt.
Das nationale Velo-Festival lockte 17 000 Besucher an und hat somit die Erwartungen der Organisatoren mehr als erfüllt. Während drei Tagen war Solothurn das Zentrum der Schweizer Bike-Szene. Erwin Flury, Chef des Organisationskomitees, ist begeistert. «Die Kombination von Wettkämpfen, Shows, Messe und Teststrecken hat sich bewährt», so Flury, «und das Zusammenspiel zwischen den verschiedenen Angeboten verlief reibungslos.» Es herrschte eine friedliche Stimmung, weil im Mittelpunkt des Interesses das Es-sentielle stand: das Velo. Über die Standortwahl zeigte sich Erwin Flury sehr glücklich: «Solothurn ist definitiv der ideale Standort. Mit dem Mix aus Urbanität und Grünem bietet es erstklassige Voraussetzungen für eine perfekte Durchführung der Bike Days.»
Integration des Racer Bikes Cup optimal gelungen
Im Rahmen der Bike Days fand die 3. Etappe des Racer Bikes Cup statt. Die Integration der bekannten Cross-Country-Rennserie ins nationale Velo-Festival gelang ohne Probleme. «Die Integration der 3. Etappe in die Bike Days verlief perfekt», so ein sichtlich erfreuter Andi Seeli, Organisator des Racer Bikes Cup. «Zwischen den verschiedenen Events verlief die Abstimmung sehr gut und die Stimmung war ausserge-wöhnlich.» Für die Fahrer sei es sicherlich ein Erlebnis gewesen, vor derart vielen begeisterten Zuschauern zu fahren. Insgesamt hatten sich 759 Teilnehmer für die verschiedenen Kategorien angemeldet. Das Ren-nen in der Kategorie Elite Herren wurde vom Zweikampf zwischen Olympiamedaillengewinner Nino Schurter und Schweizer und Vize-Weltmeister Florian Vogel geprägt, das der junge Bündner für sich entschied. «Das Rennen ist optimal gelaufen. Der rasche Vorsprung, den wir uns erkämpften, war Gold wert», erklärte der verdiente Sieger. Bei den Frauen konnte Nathalie Schneitter in Solothurn einen fulminanten Heimsieg ein-fahren. Sie verwies ihre Colnago-Teamkollegin Eva Lechner mit 15 Sekunden Abstand auf den zweiten Platz. Sie genoss es offenkundig, von ihrer zahlreich anwesenden Fan-Gemeinde bejubelt zu werden.
Spektakel im Solothurner Schanzengraben
Der Schanzengraben vor der Solothurner Stadtmauer wurde Schauplatz von Mountainbike-Dirt-Jump auf höchstem Niveau. Im Superfinale der Top 4 setzte sich absolut verdient der Deutsche Youngstar Amir Kab-bani durch. Der Münchner stand seine Tricks konstant und bestach mit hohen Backflip X-Up One-Foots und 360° Tailwhips. Zweiter wurde Kabbanis Landsmann Marius Hoppensack. Im Finale der Top 10 noch mit Materialproblemen zu kämpfen, trumpfte der 20-Jährige im Superfinale auf und überzeugte mit 360° No Handers. Seinen Heimvorteil nutzen konnte der amtierende Schweizermeister Pascal Breitenstein. Mit 360° Tailwhips sicherte er sich den 3. Platz: «Ich habe es versäumt, die 360° Tailwhips im Training zu springen. Super also, dass sie im Contest vor Schweizer Publikum dann doch so gut hinhauten.»
Deutsche Dominanz auch beim BMX-Dirt-Jump
Die Fahrer zelebrierten ihre Freude am Sport und boten den Bike Days-Besuchern BMX der Extraklasse. Sieger des Top 4-Superfinals wurde der deutsche Publikumsliebling Simon Moratz. Der 19-Jährige holte sich die Gunst der Zuschauer, als er auf die Solothurner Stadtmauer kletterte und von dort in die Dirt-Line sprang. «Die Dirt-Line direkt neben der Stadtmauer liess Platz für kreatives Fahren, das machte so viel Spass, da wird der Sieg fast nebensächlich», so ein sichtlich zufriedener Moratz. Seinen Sieg verdiente er sich vor allem, weil er sich als Einziger an die anspruchsvollen Frontflips wagte und auch gekonnt stand. Auch der zweitplatzierte Rafael Adam (GER) baute die Stadtmauer in seinen Lauf ein: Er sprang beim letz-ten Sprung an die Mauer und zurück auf die Dirtline. Punkte holte er sich für seine 360° in beide Drehrich-tungen. Die Bike Days-Besucher zum Toben brachte der drittplatzierte Senad Grosic. Dem österreichischen BMX-Urgestein fehlte in seinen Läufen zwar die Konstanz, seine Backflip Tailwhips am zweiten Sprung je-doch waren BMX vom Feinsten. Die Schweizer Finalisten Thomas Schmucki und Hannes Erb verpassten den Einzug ins Superfinale.
Nekolny verteidigt BMX-Flatland-Titel
Als absoluter Publikumsmagnet der Bike Days entpuppte sich das Finale des BMX-Flatlands. Zahlreich säumten sich die Besucher an den Rand des Flatlands, wo die BMX-Flatlander auf kreativste Art und Weise ihre Tricks auf flachem Boden zum Besten gaben. Gewinnen und damit seinen Titel von 2007 verteidigen konnte der vierfache tschechische Meister Dominik Nekolny. An das Trickrepertoire des 24-Jährigen kam kein anderer auch nur annährend ran. Herausragend waren vor allem seine dreifachen 360°. «Ich reiste mit Druck nach Solothurn, weil man von mir nach meinem Sieg 2007 eine gute Leistung erwartete. Super, dass es nun erneut für den Bike Days-Titel gereicht hat», meinte Nekolny zu seinem Sieg. Überraschend jedoch nicht unverdient holte sich der Franzose Alex Jumélin Platz 2 und verwies damit den Deutschen Topfavori-ten Chris Böhm auf den 3. Schlussrang. Der zweifache Familienvater Jumélin zeigte Trickkombinationen, die kaum zuvor gesehen wurden. Böhm seinerseits kam zwar nicht an den technischen Level seiner Kontrahen-ten ran, dafür dürfte der Deutsche Entertainer dem Solothurner Publikum dank seinen Showeinlagen in be-ster Erinnerung bleiben.
Attraktives Rahmenprogramm
Auf vier ausgeschilderten Strecken konnten die Besucher zahlreiche Fahrräder testfahren. Dieses Angebot lockte viele Interessierte an und erwies sich als eine Attraktion. Manche kamen extra dafür nach Solothurn, wie zum Beispiel Niels Mahrer. Er wollte unbedingt ein Flyer-Velo testen und war vom Angebot überzeugt: «Eine geeignete Teststrecke, die allen Ansprüchen genügt.» Im Rahmen der Bike Days präsentierte Ikone Lukas Stöckli sein Projekt «Gipfelstürmer» und lüftete dabei das Geheimnis über das Nachfolger-Projekt: Er wird 2010 als erster Biker den Kilimandscharo befahren und damit verschiedene Klimazonen durchqueren – eine wahre Herausforderung! Ebenfalls einer grossen Beliebtheit erfreuten sich die verschiedenen Workshops, in denen die Besucher von namhaften Experten wie Bike-Legende Thomas Frischknecht oder der BMX-Flatland-Weltmeisterin Karin Bleile unterrichtet wurden.
Aussteller und Partner sehr zufrieden
Die Messe, das Herzstück der Bike Days, bot den Besuchern die Möglichkeit, sich über die aktuellsten Entwicklungen auf dem Velo-Markt zu informieren und sich professionell beraten zu lassen. Die Aussteller zogen eine äusserst positive Bilanz: «Die Ausgabe 2009 war ein Riesen-Erfolg», erklärte Lukas Liechti, Event Manager von Aussteller Scott und unterstrich: «Wir konnten uns den zahlreichen und vor allem interessierten Besuchern im persönlichen Kontakt präsentieren.» Auch Manuela Michel von Hauptsponsor Graubünden Ferien fand nur lobende Worte: «Für uns als Bike-Region Nummer 1 sind die Bike Days die ideale Präsenta-tionsplattform.» Und die Integration des Racer Bikes Cup sei eine Superidee gewesen, bekräftigte sie, denn so könnten junge Leute für den Bike-Sport motiviert werden. «Das gute Feedback von Partnern, Ausstellern und Besuchern ist für uns eine Motivation für nächstes Jahr», so Erwin Flury. «So werden wir 2010 weiter-machen.» Die nächsten Bike Days finden von 7. bis 9. Mai 2010 statt.
Quelle: Pressemitteilung
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