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Die Schweizer U23-Herren feiern an den Europameisterschaften den Total-Triumph. Fabian Giger gewinnt vor Thomas Litscher und Lukas Kaufmann. Dabei hat es lange nach einem helvetischen Fünfach-Triumph ausgesehen. Doch Mathias Flückiger stürzt auf Platz vier liegend und Martin Fanger fällt in den letzten beiden Runden von Platz fünf auf neun zurück.
Litscher sucht die frühe Entscheidung
Thomas Litscher setzt dem Rennen in Zoetermeer von Beginn weg den Stempel auf. Mit einem schnellen Start trennt er die Spreu vom Weizen, oder in diesem Fall: Die Schweizer von den anderen Nationen. Litschers Tempodiktat können einzig Fabian Giger, Lukas Kaufmann, Mathias Flückiger und Martin Fanger folgen. Dem französische Mitfavorit Alex Vuillermoz fliegen auf der selektiven Strecke die Schweizer und mit ihnen seine Medaillenchancen davon. Damit ist nach einer Runde klar, dass der U23-Europameistertitel zum vierten Mal in Folge an einen Schweizer geht.
Giger distanziert Litscher im letzten Anstieg
Mit Fabian Giger kann sich schliesslich der Favorit unter den Schweizern durchsetzen. Zusammen mit Litscher liegt er sieben von acht Runde mit deutlichem Abstand an der Spitze. Die beiden SKS-Fahrer harmonieren optimal und bauen ihren Vorsprung kontinuierlich aus. «Ich wollte hier gewinnen. Anfang Saison lagen meine Ziele zwar deutlich tiefer, doch nach den letzten Rennen und den Schweizermeisterschaften war mir klar, dass ich diesen Titel gewinnen kann», meint Giger im Ziel. Der zwei Jahre jüngere Litscher muss den St. Galler schliesslich im letzten Aufstieg ziehen lassen. «Fabian ist auf der letzten Runde einfach zu schnell gefahren, da konnte ich nicht mehr mit», sagt der ehemalige Junioren-Weltmeister Litscher im Ziel. Den Titel des Europameister kennt er bereits, der Rheintaler wurde vor zwei Jahren Junioren-Europameister und hat zwei weitere Jahre Zeit, diesen Titel auch in der U23-Klasse zu holen.
Hinter dem Duo Giger-Litscher kann sich Lukas Kaufmann mit einer beherzten Fahrt die Bronzemedaille sichern nachdem Mathias Flückiger in der zweitletzten Runde stürzt. Im Betreuerfeld von Swiss Cycling geht indes die Meldung um, ein unachtsamer Fotograf habe Flückiger zu Fall gebracht. «Unsinn. Ich bin einfach kopflos gefahren und selbstverschuldet zu Fall gekommen. Ich wollte hier eigentlich gewinnen, aber irgendwie konnte ich nie an mein Leistungslimit gehen», meint ein konsternierter Flückiger im Ziel. Im letzten Jahr gewann er in St. Wendel hinter dem Sieger Nino Schurter noch die Bronzemedaille.
Bilder vom Rennen: www.ride.ch/website/bilder_em09.php
Europameisterschaften 2009, Cross Country U23-Herren:
1. Fabian Giger (SUI), 1.45.36
2. Thomas Litscher (SUI), 1.46.08, +0.32
3. Lukas Kaufmann (SUI), 1.47.39, +2.03
4. Guillaume Vinit (FRA), 1.48.39, +3.03
6. Mathias Flückiger (SUI), 1.48.54, +3.18
9. Martin Fanger (SUI), 1.49.42, +4.06
10. Tom Meeusen (BEL), 1.49.48, +4.12
13. Pascal Meyer (SUI), 1.50.21, +4.45
16. Sepp Freiburghaus (SUI), 1.50.57, +5.21
35. Patrik Gallati (SUI), -1 Runde
42. Severin Disch (SUI), -1 Runde
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