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Downhill-Marathons: Europacup kommt 2004
Was die Crosscountry-Fahrer schon lange und die Downhiller mit dem Maxxis Cup erst inoffiziell haben, wird bereits 2004 auch für Downhill-Marathons mit Massenstart lanciert: Ein Europacup. Die Grossanlässe à la Bike-Attack Lenzerheide und Mégavalanche Alpe d'Huez ziehen grosse Starterfelder an und wurden zuletzt durch die Teilnahme einiger grosser Namen aufgewertet: So tritt Nicolas Vouilloz nur noch bei solchen Rennen an, Anne-Caro Chausson will sich vermehrt dieser Disziplin widmen, und auf Réunion gewann zuletzt kein geringerer als Fabien Barel ? nachdem er in der letzten Kurve den Flumserberger René Wildhaber wortwörtlich gebodigt hatte.



«Wildi» als Gallier-Schreck

Die Einführung eines offiziellen Europacups für Downhill-Marathon-Rennen dürfte nicht nur einige schnelle Franzosen, sondern vor allem René «Wildi» Wildhaber dringend interessieren. Denn der hält nicht nur den Streckenrekord am «Bike Attack» vom Parpaner Rothorn zur Churer Altstadt, sondern trocknete in der vergangenen Saison an der Alpe d'Huez die gesamte Konkurrenz aus Gallien ab. Nach einem Platten im Quali-Lauf musste «Wildi» von Platz 125 aus mitten im Getümmel starten, fuhr in der Folge rasant zur Spitzengruppe vor und sicherte sich den Sieg mit einem beeindruckenden Schluss-Sprint.



12 Kilometer und 1200 Höhenmeter als Minimum

Per Mandat hat der europäische Radsportverband UEC den langjährigen Organisator des Maxi- und Mégavalanche-Cups, George Edwards, mit der Durchführung des DH-Marathon-Europacups betraut. Die Eckdaten sind schon klar: Vier Rennen, vier Kategorien (Scratch, Damen, Junioren, Masters 40+) und jede Menge Höhenmeter. Als Vorgabe gilt dabei eine Distanz von einem guten Dutzend Kilometer und ein Minimum von 1200 Höhenmetern pro Lauf. Das ist zwar deutlich kürzer als das «Bike Attack», aber im Vergleich zu manchen Micky-Mouse-Downhillstrecken im Worldcup, wo Siegerzeiten von deutlich unter zwei Minuten zu Stande kommen, ein echter Marathon.



Streichresultate mit eingeplant

Das Programm für die Saison 2004 steht fest, am Samstag Morgen ist jeweils ein freies Training geplant, am Nachmittag das Zeittraining, das über den Startplatz entscheidet. Am Sonntag werden dann zwei Wertungsläufe ausgefahren. Von denen insgesamt 8 Resultaten kommen Ende Saison die fünf besten in die Gesamtwertung, maximal drei Resultate entfallen als Streichresultat. Somit kommt auch in die Gesamtwertung, wer nur bei drei von vier Läufen antritt ? eine sinnvolle Lösung im Hinblick auf den Auftakt in den Pyrenäen. Abgesehen vom Finale in Villars-sur-Ollon gibt?s übrigens auch keine Terminüberschneidungen mit dem «iXS Downhill Cup».



UEC-Europacup Abfahrts-Marathon 2004:

29./30. Mai: Lauf 1, Pal Arinsal/Andorra

10./11. Juli: Lauf 2, Cervinia/Italien

28./29. August: Lauf 3, Orres/Frankreich

18./19. September:Lauf 4, Villars-sur-Ollon/Schweiz

www.megavalanche.com


Meldung vom 11. Februar 2004 (Autor: red )
 

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