| Deutsche Dualmeisterschaft: Schweizer vorne |
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Viele schnelle Schweizer sind zu melden vom Lauf der Deutschen Dualmeisterschaft in Bad Wildbad: Florence Scheibli gewinnt die Damenkategorie, Nicolas Gspan siegt in der Schülerkategorie, Thomas Weber gewinnt bei den Veteranen und Remo Heutschi rundet die Sache mit einem vierten Rang in der Hauptkategorie ab - nachdem er um ein Haar an der Qualifikation gescheitert wäre. Loop-Team und Scheibli stark Am Start war auch ein grosser Teil des EWZ-Loop-Teams, das über Pfingsten im Bikepark Bad Wildbad trainierte und den DM-Lauf im Dual als gutes Training integrierte. Dominik Gspan wurde nach starker Qualifikation und einem Sturz im Achtelfinal Zwölfter bei den Herren. Eher überraschend drang Alice Kühne bis in den Halbfinal vor: Weil sie im Kleinen Finale früh von der richtigen Spur abkam, verlor sie viel Zeit und musste mit Rang Vier Vorlieb nehmen. Dafür hielt Florence Scheibli die Schweizer Fahne bis zum Sieg hoch - die Baslerin mit bayrischer Lizenz liess im Finale Dorit Hasselberg keine Chance und gewann sicher. Zu einem reinen Loop-Finale kam es in der Schüler-Kategorie. Dass der Quali-Schnellste Nicolas Gspahn es bis in den Endlauf schaffen würde, war keine Überraschung. Dass er im Finale aber gegen seinen jungen Teamkollegen Basil Weber antreten musste, schon eher. «Baz» wurde von Gspahn zwar schon früh distanziert, aber bis ins Ziel kämpfte der sich wieder bis auf eine Radlänge heran. Weber heissen die beiden Loop-Dualfahrer übrigens nicht von ungefähr: Veteranen-Sieger Thomas ist der Bruder des amtierenden U23-Weltmeisters Balz Weber - und der Vater von Basil. Heutschi: Vom Frust zu Beginn... In der Hauptkategorie der lizenzierten Herren durchlebte Routinier Remo Heutschi ein Wechselbad der Gefühle. Zuerst stand die Hektik, denn die Rennorganisatoren nahmen es mit der Tragepflicht für Protektoren sehr genau, was Heutschi zum Improvisieren zwang. Doch es kam noch dicker: In seinem Quali-Lauf kam er zu Fall - und landete auf dem 33. Rang. Damit war er der schnellste Fahrer, der sich nicht fürs Hauptrennen qualifizieren konnte. Als er sein Bike schon zerlegt und im Bus verstaut hatte, wurde ihm aber mitgeteilt, dass er wegen einer Verletzung eines Konkurrenten doch noch ins Renntableau gerutscht sei. ... bis ins Halbfinale Dafür musste Heutschi gleich in der ersten Runde gegen den Schnellsten der Quali ran: Gegen Derek Bahlo hätte er auf der ungünstigen Spur wohl kaum eine Chance gehabt, aber der junge Ostdeutsche eliminierte sich per Torfehler gleich selbst. Damit war die Bühne frei für die Heutschi-Show: Mit kraftvollen Antritten und resoluter Linienwahl, unter der einige seiner Gegner zu leiden hatten, fuhr er bis in den Halbfinal vor. Erst dort musste er sich dem starken Thomas Schäfer geschlagen geben, der darauf das spektakuläre Finale gegen Guido Tschugg knapp verlor. Heutschi sorgte seinerseits im Kleinen Finale für Spektakel: Kurz bevor die beiden Kurse zusammen geführt wurden, verlor er in einem Anlieger die Kontrolle, hob ab und krachte voll in seinen Kontrahenten. Als sich die mächtige Staubwolke setzte, liess Heutschi seinem verdatterten Gegner den Vortritt - eine faire Geste. Deutsche Meisterschaften Dual, 2. Lauf in Bad Wildbad Lizenz Herren: 1. Guido Tschugg, GER, Fusion-Seat 2. Thomas Schäfer, GER, Steppenwolf-Bikesport Ansbach 3. Enrico Schaumburg, GER, Funmachines 4. Remo Heutschi, Kona Schweiz 12. Dominik Gspan, ewz-Loop-Team 30. Lukas Jäger, Team Bikestop Lizenz Damen: 1. Florence Scheibli, Steppenwolf 2. Dorit Hasselberg, GER, Zonenschein 3. Marissa Erbrich, GER, Team B.O.I. 4. Alice Kühne, ewz-Loop-Team 7. Sandra Hohl, Kona-Feldten Schüler-Kategorie 1. Nicolas Gspan, ewz-Loop-Team 2. Basil Weber, ewz-Loop-Team 3. Sven Jank, GER, Team Walhall-Bicycles www.looponline.ch www.radsportakademie.de/Dualslalom |
Meldung vom 30. Mai 2004 (Autor: red ) |







