| Daniel Paradis bestreitet Epo-Konsum |
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Der in den letzten Tagen wegen einer verweigerten Doping-Kontrolle unsportlich ins Gespräch gekommene Daniel Paradis bestreitet, Epo konsumiert zu haben. Dies entgegen ersten Gerüchten und Mutmassungen, die auch über die Nachrichten-Agenturen verbreitet wurden. Fakt bleibt: Daniel Paradis hat eine Doping-Kontrolle verweigert und schweigt nun beharrlich über weitere Details. Dies ist an sich schon ein Skandal. Dass Paradis wohl nicht nur mit Karottensaft unterwegs war sondern auch unerlaubte Mittel einsetzte, ist den meisten Fachleuten auch ohne positive Dopingkontrolle klar. Wer eine Kontrolle verweigert, tut dies nicht ohne stichhaltigen Grund. Die fadenscheinigen Gründe des Daniel Paradis - er fühle sich ungerecht behandelt und in seiner Privatsphäre gestört - sind in Anbetracht der hitzigen Dopingdiskussion im Radsport nicht wirklich Ernst zu nehmen. Paradis wurde unmittelbar nach der Verweigerung von seinem Team entlassen und zieht nun in Erwägung, vorzeitig zurückzutreten. Das wäre im Kampf gegen Doping ein herber Rückschlag: Würde auch Paradis keine stichhaltigeren Argumente zu seiner Kontrollverweigerung liefern, würde er sich nicht noch nachträglich testen lassen (wobei das nun zu spät ist, geringe Epo-Dosen wären längst abgebaut), so würde er als grosser Rennfahrer zwar einen misslichen Abgang vom Spitzensport geben, die Hintergründe und vor allem allfällige Lieferanten kämen aber nie ans Tageslicht. Zudem wäre zu befürchten, dass diese nicht ungeschickte Strategie von Paradis Nachahmung finden könnte. In diesem Fall würde der 36-Jährige, ohne je positiv getestet worden zu sein, dem Spitzensport den Rücken kehren. Statt einer beschmutzen Veste hätte seine bloss eine strenge Duftnote. Paradis mag zwar den Epo-Konsum bestreiten, den Gegenbeweis mit einer Dopingkontrolle hat aber verweigert. So muss sich der Westschweizer damit abfinden, mit Gerüchten und einem luscheren Rennfahrer-Image in den Ruhestand des Spitzensports zu treten. Und das unsägliche Argument der verletzten Privatsphäre hätte wohl auch für ihn keine Gültigkeit gehabt, wenn statt dem Dopingkontrolleur ein Journalist für eine Homestory auf der Matte gestanden hätte. www.ride.ch/website/news.php?archiv=2006&id=2903 |
Meldung vom 11. August 2006 (Autor: red ) |







