| Cape-Epic: Giant gewinnt vor Siemens-Cannondale |
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Roel Paulissen und Bart Brentjens gewinnen das Cape-Epic vor dem Team Siemens-Cannondale mit Christoph Sauser und Fredrik Kessiakoff. Das Team Papival-Stöckli-Ride mit Sandro Spaeth und Thomas Zahnd wird Gesamtvierte. Das Wetter hätte zu Ehren der Finisher des zweiten Cape Epic nicht besser sein können. Unter blauem Himmel legten sie die letzten 47 Kilometer ihrer Reise durch das westliche Kap zurück. 433 Zwei-Personen-Teams aus 32 Ländern waren vor acht Tagen in Knysna gestartet, 723 der 866 Teilnehmer absolvierten die gesamte Strecke zum Spier Wine Estate in der Nähe Stellenboschs. In nur acht Tagen haben sie eine Strecke von über 900 Kilometern auf ihren Mountainbikes zurückgelegt, dabei 16.000 Höhenmeter bewältigt und sich den ehrenvollen Titel »Cape Epic Finisher« verdient. Die gestrige Schlussetappe des anspruchsvollen Rennens führte die Amateure und Bikechampions aus aller Welt erneut durch die beeindruckende Landschaft der westlichen Kap-Region zum schönen Spier Wine Estate in der Nähe Kapstadts. Am letzten Tag des »Magical and Untamed African MTB Race« wurden die Bikerherzen durch spektakuläre Singletrails, technische Anstiege und atemberaubende Downhills, darunter die originale Downhill Weltcupstrecke von 1997 in Stellenbosch, erfreut - kurz gesagt machte all dies die letzte Cape Epic Etappe zu einer unvergesslichen Mountainbike-Erfahrung. Mit einer Gesamtzeit von 31 Stunden, 20 Minuten und 6.38 Sekunden, sieben von acht möglichen Etappensiegen, und einem Vorsprung von 26.29 Minuten gewann das belgisch-holländische Duo Roel Paulissen, derzeit Nummer 1 der UCI Weltrangliste, und Bart Brentjens, Olympiasieger von 1996 und einer der erfolgreichsten Mountainbiker der Welt, die zweite Auflage des Cape Epic. Hunderte Schulkinder und Zuschauer säumten die Zielgerade und applaudierten begeistert, als die zwei Giant-Fahrer in ihren gelben Trikots der Gesamtführenden über die Ziellinie sprinteten, gefolgt vom zweitplatzierten Siemens Cannondale-Team mit dem amtierenden Weltcup-Sieger Christoph Sauser und seinem Partner Fredrik Kessiakoff. »Ich bin etwas enttäuscht« sagte Fredrik Kessiakoff danach, »wir wollten die Schlussetappe gewinnen. Aber Bar und Roel sind zu sprintstark, wir konnten einfach nicht mir ihnen mithalten. Wir haben sie einige Male in den Anstiegen und den Abfahrten distanzieren, aber sie schlossen die Lücke im Flachen immer wieder. Dennoch war es heute eine fantastische Fahrt. Ich habe das Cape Epic wirklich genossen. Es war ein grosses Abenteuer - nicht nur das Rennen an sich, sonder alles drum herum. Ich niemals etwas vergleichbares gesehen, ausgenommen die Olympischen Spiele. Die Organisation war hervorragend.« Amateure beeindrucken die Profis »Heute wurden wir von Anfang an von Christoph und Fredrik angegriffen, erzählte Roel Paulissen. »Sie wollten unbedingt diese letzte Etappe gewinnen. Am Ende erkannten sie, dass sie uns nicht abschütteln konnten und wir rollten nach Spier, bis wir dann den Sprint anzogen.« Die Weltcup Profis, die in den letzten acht Tagen auch ihre Höhen und Teifen durchlebten, unter Pech, müden Beinen und Schmerz litten, zeigten sich von den Leistungen der teilnehmenden Amateure schwer beeindruckt. »Sie erstaunen mich wirklich«, sagte Roel. »Ich kann mir nicht vorstellen, wie man sich mit einem Fulltimejob auf ein solch hartes Rennen vorbereiten kann. Und sie sind doppelt so lange wie wir im Sattel, so dass sie viel weniger Erholungszeit haben.« »Man muss sehr gut trainiert sein um dieses Rennen zu bestreiten«, meint Fredrik Kessiakoff, «es ist eine grosse Herausforderung, das Cape Epic überhaupt zu beenden. Ich habe in den ersten drei Tagen sehr gelitten und ziehe meinen Hut vor jedem Amateur, der dieses Rennen zu Ende gefahren ist.« Evans/Wieltschnig verteidigen ihren dritten Platz Die Südafrikaner feierten ihren Helden Kevin Evans und seinen Partner Silvio Wieltschnig aus der Schweiz, die ihren dritten Gesamtrang auf der Schlussetappe verteidigen konnten. Das hatte niemand, nicht einmal die Athleten selbst in Anbetracht des weltklasse Starterfelds, erwartet. »Wir haben gehofft unter de ersten zehn zu kommen und waren schon aufgeregt, als wir auf dem fünften Rang lagen«, freute sich Kevin mit einem fetten Grinsen. Team adidas Fiat Rotwild Scott war mit zwei Minuten Vorsprung auf die letzte Etappe gegangen. »Ich glaube nicht, dass ich Silvio jemals so nervös erlebt habe«, erzählte Kevin, »aber ich habe ihm letzte Nacht erklärt, dass wir einfach nur an den Schweizern dranbleiben müssten.« So einfach war es dann gar nicht. Gleich nach dem Start verursachte das Team Papival-Stoeckli-Move-Magazin einen Sturz, in den auch Silvio verwickelt wurde. »Das war ein Schock, aber Carsten Bresser, Karl Platt, Shan Wilson und Brandon Stewart haben das Loch für uns zugefahren. Wir müssen uns bei ihnen bedanken. Danach sind wir einfach in der Gruppe geblieben, gingen in der Abfahrt kein Risiko ein und versuchten, keinen Platten zu fahren«, sagte Silvio. Nachdem sie die Ziellinie nur Sekunden hinter Sandro Spaeth und Thomas Zand überquert hatten, standen Kevin Evans und Silvio Wieltschnig die Tränen in den Augen. »Meine Gefühle sind unbeschreiblich. Das ist der Höhepunkt meiner Radkarriere«, freute sich Kevin, »ich kann adidas und Scott gar nicht genug für ihre Unterstützung danken. Sie haben all das möglich gemacht. Aber am meisten bedanke ich mich bei Silvio. Er musste so an seine Substanz gehen, weil er gerade aus der Winterpause kam und nicht in der gleichen Form war, wie alle anderen. Ich ziehe meinen Hut vor seinen Anstrengungen.« Karl Platt und Carsten Bresser vom Team Rocky Mountain, die während des gesamten Rennens vom Pech verfolgt waren, fuhren aufs Podium der Schlussetappe. »Heute hatte ich sehr gute Beine, als hätte sie jemand über Nacht ausgetauscht«, sagte Karl. »Nach dem Sturz entschieden wir Kevin und Silvio dabei zu helfen, die Lücke wieder zu schliessen. Auf den letzten Kilometern haben wir dann unsere Chance genutzt und die Etappe auf dem dritten Platz beendet. Etappensieg für Booyens/Lombardi Zurück in ihrer Heimatregion bestätigten die Scott-Damen Hanlie Booyens und Michelle Lombardi ihre überragende Fahrtechnik und gewannen die Schlussetappe des Cape Epic mit einem Vorsprung von neun Minuten vor den Damen-Gesamtsiegerinnen Hannele Steyn-Kotze und Zoe frost vom Team Fiat Bianchi adidas 2. Diese beiden hatten das Damenrennen eine Woche lang dominiert und hatten trotz eines Plattens auf dem letzten Abschnitt, im Ziel einen Vorsprung von über 36 Minuten in der Gesamtzeit. »Das war eine harte Woche«, sagte Zoe. »Jetzt bin ich froh, dass es vorbei ist. Während der ersten zwei Tage war ich in echten Schwierigkeiten, aber nach der dritten Etappe fühlte ich mich jeden Tag stärker. Jetzt freue ich mich auf meinen Mann und meine Zwillinge.« Mixed-Siegerin von 2004 erneut auf dem Treppchen Mit einer konstanten Leistung über die letzten Tage, genoss Kirsten Rössel aus Deutschland, die im letzten Jahr mit ihrem Partner die Mixed-Wertung gewonnen hatte, das Rennen in diesem Jahr viel mehr. Sie nahm heuer in der Damenwertung mit ihrer Partnerin Peronella Hattingh aus Südafrika teil, einer Strassenfahrerin, die sie erst einige Tage vor dem Start kennengelernt hatte. »Im letzten Jahr fuhr ich ständig über meine Verhältnisse da mein Partner um einiges stärker war. In diesem Jahr konnte ich die Landschaft geniessen, in den Abfahrten konnte ich mich erholen und meiner Partnerin in den Anstiegen helfen. Natürlich war ich jeden Abend müde. Aber verglichen mit der Mixed-Wertung im letzten Jahr, war das Rennen heuer ein Spaziergang.« Am Nachmittag faulenzten die müden, aber stolzen Finisher im Schatten der Eichen, genossen ihr erstes Glas Wein nach zermürbenden tagen im Sattel und erzählen ihren Familien und Freunden, die gekommen waren um ihre Helden zu feiern, von ihrem ganz persönlichen afrikanischen Mountainbike-Abenteuer. Nach einer Woche Carboloading, während der Essen nur dem Zweck gedient hatte, den belasteten Körper wieder mit Energie zu versorgen, frönten die Teilnehmer einem Abschlussbuffet mit köstlichen afrikanischen Gerichten. Mit einem grossen Galabankett und einer Finisher-Party feierten die Athleten aus aller Welt ihr Durchkommen beim »Magical and Untamed African Race«. Dabei trugen sie stolz ihre Finisher-Shirts und Medaillen. Endresulate Cape-Epic 2005 Men 1. Giant ? Roel Paulissen (BEL), Bart Brentjes (NDL) ? 31:20:06.38 2. Siemens Cannondale ? Christoph Sauser (SUI), Fredrik Kessiakoff (SWE) ? 31:46:35.83 3. adidas Fiat Rotwild Scott ? Kevin Evans (RSA), Silvio Wieltschnig (AUT) ? 32:44:47.99 Women 1. Fiat/ Bianchi/ adidas 2 ? Hannele Steyn-Kotze (RSA), Zoe Frost (RSA) ? 41:05:06.67 2. Scott Ladies ? Hanlie Booyens (RSA), Michelle Lombardi (RSA) ? 41:41:29.32 3. Hai-Bike/ Scrane.de ? Kirsten Rösel (GER), Petronella Hattingh (RSA) ? 44:56:57.74 Masters 1. Mongoose/ Getaway ? Friedrich Coleské (RSA), Doug Brown ? 36.38.42.93 2. Sauna Diana ? Jan Siemons (NDL), Jos V. Aert (NDL) ? 36:53:12.54 3. Specsavers ? Linus Van Onselen (RSA), Frans van Zyl (RSA) ? 36:54:59.84 Mixed 1. Team Microsoft ? Nic White (RSA), Anke Erlank (RSA) ? 38:55.52.75 2. Manic Cycles/ Enduren ? Geddan Ruddock (RSA), Jeannie Bomford (RSA) ? 40:08:39.44 3. Fast n Fresh ? Leon Erasmus (RSA), Liza Serfontain (RSA) ? 40:13.26.81 Besten Dank der Bike Sport News für die Übersetzung der Pressemitteilung. www.ride.ch/website/epic.php www.cape-epic.com www.sandro-spaeth.ch |
Meldung vom 10. April 2005 (Autor: red ) |







