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Britischer Bikeguide in Frankreich verhaftet
Der französische Protektionismus treibt nicht selten absurde Blüten. In Morzine wurde gemäss einer Meldung des «Singletrack»-Magazins ein britischer Bikeguide verhaftet. Sein Verdikt: Der Guide arbeitet mit einer britischen Bikeguide-Lizenz und nicht mit einer französischen. Obschon EU-Staaten die Berufszertifikate anderer Mitgliedstaaten anerkennen müssen, lehnt Frankreich andere Bikeguide-Ausbildungen als die eigene ab und scheint nun hart durchzugreifen. Auch Bikeguides mit schweizer Lizenz arbeiten auf französischen Boden illegal.



Am 13. Juni wurde die in England ausgebildete Bikeguide der Firma «Endless Ride» vor den Augen ihrer Gäste abgeführt, später aber wieder unter Verdacht entlassen. Dafür hat die Polizei anschliessend den Geschäftsführer von «Endless Ride» inhaftiert. Der einzige Vorwurf besteht darin, dass die Guides der Firma nicht über die französische Bikeguide-Ausbildung sondern über das britische Berufszertifikat verfügen. Die französischen Behörden liessen verlauten, dass diese Massnahmen alle Unternehmen betreffen können, die nicht auf französische Bikeguides setzen. Die Kontrolle Anfang Juni ging so weit, dass die lokale Polizei eine Familie mit fünf Kindern stoppte und behauptete, einer der Eltern müsse ein bezahlter Mountainbike-Guide sein weil die Gruppe zu gross sei um einfach als Familie zu gelten.


Nach diesen Vorfällen sind in Grossbritannien bereits erste Tendenzen erkennbar, dass man für die Bikedestination Portes-du-Soleil nach Alternativen sucht

Meldung vom 20. Juli 2007 (Autor: red )
 

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