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Auch Marga Fullana gesperrt an Weltmeisterschaften
Bei den Mountainbike Weltmeisterschaften in Schottland wird nach dem Österreicher Michi Weiss nun auch die Spanierin Marga Fullana aus dem Rennen genommen. Nach einer Dopingkontrolle wurde die Mitfavoritin für das Damenrennen wegen einem zu hohen Hämatokritwert für den Renneinsatz gesperrt. Statt der erlaubten 48% seien bei ihr 49% nachgewiesen worden, was automatisch zu einer «Schutzsperre» des Athleten führt. Eine solche Sperre heisst nicht, dass der Athlet gedopt ist.



Marga Fullana hat eine ausgezeichnete Saison hinter sich, zeitweise lag sie in der Gesamtweltcup-Wertung in Führung. Kurz vor den Europameisterschaften hat sich die Spanierin das Handgelenk gebrochen, der Einsatz an den Weltmeisterschaften wäre ihr erstes grosses Rennen nach der Verletzungszeit gewesen. Damit ist bei den Weltmeisterschaften in Fort William bereits ein zweiter Sportler wegen einem zu hohen Hämatokritwert aus dem Rennen genommen worden. Dabei ist die Hämatokrit-Sperre eigentlich ein alter Doping-Zopf, der eingeführt wurde, als man Epo noch nicht nachweisen konnte. Man erachtete einen zu hohen Hämatokritwert damals als Hinweis auf einen Epo-Einsatz, was wissenschaftlich aber nicht voll abgestützt ist. Deshalb verhängte man für zu hohe Werte eine zweiwöchige «Gesundheitssperre». Im Zusammenhang mit den Weltmeisterschaften in Schottland stellt sich die Frage, ob mit solcher Tests nicht die Rennen verfälscht werden weil man Athleten aus dem Wettkampf nimmt, denen man Doping gar nicht nachweisen konnte.



Neben den Spaniern wurde auch die Briten, die Argentinier, die Holländer und die Schweizer getestet. Die Resultate der Dopingkontrollen sind dabei aber noch ausstehend.

www.ride.ch/wm


Meldung vom 07. September 2007 (Autor: red )
 

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