| Athen: Sauser und Blatter sind definitiv dabei |
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Das Nationale Olympische Kommitee, zuständig für die Sportler-Nominierung für die Olympischen Spiele, hat für die Mountainbiker die ersten Entscheidungen getroffen. Definitiv mit dabei sind Barbara Blatter und Christoph Sauser, die weiteren Selektionen erfolgen am 2. August nach den Europameisterschaften. Dabei bahnen sich bei den Herren, aber vielmehr bei den Damen heisse Rennen um die Tickets an. Firschi: Heisser Poker ums Ticket Interessant wird die Nominierung unter anderem für Thomas Frischknecht: Nach seinem Verzicht auf den Start an den Schweizer Meisterschaften (Frischi fährt an der Transalp Challenge mit) wird er voraussichtlich statt an den Europameisterschaften an der O-tour Bike Challenge in Sarnen starten. Zwar hat Frischi die Selektionskriterien erfüllt und eine konstante und gute erste Saisonhälfte hingelegt - die Athen-Nominierung wäre dabei nur logisch. Fährt nun aber beispielsweise sein Teamgefährte Florian Vogel oder der wieder stärker fahrende Balz Weber an den Europameisterschaften in die ersten drei, wäre einer von diesen direkt für die Spiele in Athen qualifiziert und für Frischi würde es ganz eng. Ralp Näf: Auf Nummer Sicher mit Europameisterschaften Eine etwas sicherer Linie fährt Ralph Näf: Er wird an den Europameisterschaften in Polen starten und seinen Titel verteidigen. Zudem hat er seine gute Form in den ersten Weltcuprennen klar aufgezeigt, als erster alle Selektionskriterien erfüllt, und als frischgebackener Schweizermeister dürfte seinem Ticket nach Athen nicht mehr viel im Weg stehen. Passus Schweizermeisterschaften: Kommt noch das böse Erwachen? Zu einem heissen Eisen könnte das Selektionskriterium der obligatorischen Teilnahme an den Schweizer Meisterschaften werden. Christoph Sauser wurde beispielsweise schon vor den Schweizer Meisterschaften für Athen selektioniert und verzichtete in der Folge auf den Start an der SM. Dass Sauser nach Athen fährt, ist richtig und logisch - schliesslich zählt er zu den Topfavoriten. Doch man darf sich die Frage stellen, was die Selektionskriterien bringen sollen, wenn sie dann flexibel angewendet werden. Zudem stehen in einem solchen Fall Tür und Tor offen für Rekurse oder mindestens für dicke Luft. Das ist umso relevanter, als dass die Leistungsdichte hoch und der Kampf um die Mountainbike-Plätze noch eng werden dürfte. Henzi vs. Leumann, das Team-Duell ums Ticket Noch heisser ist die Lage bei den Mountainbikerinnen, wo den Schweizerinnen nur zwei Startplätze zur Verfügung stehen. Lange sah es während der Saison 2003 aus, als könnten drei Schweizerinnen nach Athen fahren - bis ihnen am Saisonende die Kanadierinnen mit geschickter Rennplanung einen Startplatz abluchsten. In der Schweiz rieb man sich in der Folge verwundert die Augen, auch wenn einzelne Rennfahrerin den Verband im Vorfeld bewusst vor dieser Situation gewarnt haben. Nun hat der Verband Barbara Blatter selektioniert und den zweiten Startplatz müssen sich die beiden Teamkolleginnen Petra Henzi und Katrin Leumann untereinander ausmachen. Mal abgesehen, dass diese Konkurrenzlage im Team Fischer-BMC nicht unbedingt optimal sein dürfte, wird die Entscheidung sehr schwer fallen. Petra Henzi gilt als klare Leistungsträgerin und hat mit konstant guten Weltcup-Resultaten ihre Klasse bewiesen. Katrin Leumann weist dagegen eine Formkurve auf, die steil hoch steigt. Der Schweizermeistertitel ist dabei der aktuellste Leistungsbeweis. Die Europameisterschaften werden in diesem Zweikampf wohl entscheiden - bei beiden ist mit einem Podestplatz durchaus zu rechnen. athens2004.swissolympic.ch/Desktopdefault.aspx/tabid-552/ www.swissolympic.ch/d/news/index.cfm?tid=1&action=detail&RID=447 |
Meldung vom 17. Juli 2004 (Autor: red ) |







