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Julien Absalon gibt sich auch in Houffalize keine Blösse und gewinnt den Weltcuplauf vor Wolfram Kurschat und Ralph Näf. Näf hat das Rennen bis zur letzten Runde dominiert und auch Absalon seine Limiten aufgezeigt. Doch der Franzose kann in der Schlussrunde nochmals so viele Kräfte mobiliseren, dass ihm niemand auch nur einen Meter folgen kann.
Absalon ist und bleibt damit das Mass der Dinge im Mountainbikesport. Es ist dies sein 19. Weltcupsieg, das ist die Rekordmarke. Verwundert nimmt man in Houffalize zur Kenntnis, wieviele Kräfte der Franzose in der Schlussrunde mobilisieren kann nachdem er zuvor offensichtlich am Limit um den Anschluss an Ralph Näfs Führungsarbeit hat kämpfen müssen. Einzelne Aufstiege in der Schlussrunde brachte er dann aber schneller hinter sich als dies zu Beginn des Rennens der Fall war.
Näf als Schweizer Lichtblick in Houffalize
Den Lichtblick aus Schweizer Sicht setzt Ralph Näf. Von Beginn weg bestimmt er an der Spitze das Tempo und muss sich wechselnd gegen verschiedene Verfolger durchsetzen. Zuerst ist es der Olympia-Zweite Jean-Christophe Peraud, dann Julien Absalon und schliessich auch Wolfram Kurschat. Entscheidend ist schliesslich die letzte Runde, als er zusammen mit Absalon die Spitze des Rennens bildet. «Ich habe auf der letzten Runde versucht, mit Absalon mitzuhalten und bin dabei förmlich explodiert. Deshalb musste ich auch Kurschat vorbeiziehen lassen. Aber wer gegen Absalon etwas ausrichten will, muss über sich hinauswachsen und darf nichts unversucht lassen», erklärt ein sichtlich zufriedener Näf im Ziel.
Ungewohnte Platzierungen der Schweizer Topfahrer
Ungewohnt schwach bilanziert sich die Schweizer Mannschaftleistung. Ausser Näf ist kein anderer Eidgenosse unter den besten Zehn. Nach der Dominanz in der vergangenen Saison ist dies ein eher ungewohntes Bild. Christoph Sauser fühlt sich leicht krank, kann in der ersten Rennhälfte nicht seine volle Leistung abrufen und wird schliesslich trotzdem noch elfter. Total enttäuscht zeigen sich Nino Schurter (Rang 11) und Florian Vogel (Rang 16) und verlassen kopfschüttelnd und sich selbst hinterfragend sofort das Renngelände. Nachdem man von ihnen eigentlich Weltcupsiege und regelmässige Podest-Platzierungen erwartet hat, können sie sich ihre unerwartet schwachen Resultate selbst noch nicht erklären. Und auch Lukas Flückiger auf Rang 34 ist nicht da, wo er eigentlich hingehört. Sein Bruder Mathias muss das Rennen gar aufgeben, so auch Jürg Graf, der nach dem Eclat mit seinem Team Felt im Dress der Nationalmannschaft ins Rennen gegangen ist.
Rangliste Mountainbike-Weltcup, Houffalize, Herren:
1. Julien Absalon (FRA), 1.51.34
2. Wolfram Kurschat (GER), 1.51.49, +0.15
3. Ralph Näf (SUI), 1.52.26, +0.52
4. Burry Stander (RSA), 1.52.49, +1.15
5. Jean-Christophe Peraud (FRA), überundet
6. José Hermida (ESP), 1.53.05, +1.31
7. Sergio Manceton Gutierrez (ESP), 1.53.28, +1.54
8. Maro Aurelio Fontana (ITA), 1.53.50, +2.16
9. Moritz Milatz (GER), 1.53.56, +2.22
10. Roel Paulissen (BEL), 1.54.19, +2.45
11. Christoph Sauser (SUI), 1.54.37, +3.03
12. Stéphane Tempier (FRA), 1.54.46, +3.12
13. Nino Schurter (SUI), 1.54.56, +3.22
14. Alexis Vuillermoz (FRA), 1.54.57, +3.23
15. Manuel Fumic (GER), 1.55.10, +3.36
16. Florian Vogel (SUI), 1.55.22, +3.48
23. Martin Gujan (SUI), 1.57.29, +5.55
34. Lukas Flückiger (SUI), 1.59.29, +7.55
36. Christof Bischof (SUI), 1.59.34, +8.00
41. Thomas Litscher (SUI), 1.59.59, +8.25
61. Lukas Kaufmann (SUI), 2.01.58, +10.24
67. Fabian Giger (SUI), 2.02.40, +11.06
69. Patrik Gallati (SUI), überundet
72. Marcel Wildhaber (SUI), 2.03.10, +11.36
80. Marco Arnold (SUI), 2.04.09, +12.35
82. Martin Fanger (SUI), 2.04.11, +12.37
93. Pascal Meyer (SUI), 2.06.05, +14.31
106. Pascal Schmutz (SUI), 2.08.07, +16.33
112. Jérémy Huguenin (SUI), 2.08.38, +17.04
120. Severin Disch (SUI), 2.09.16, +17.42
143. Balz Weber (SUI), überundet
177. Daniel Kaufmann (SUI), überundet
DNF. Jürg Graf (SUI)
DNF. Mathias Flückiger (SUI)
DNF. Nicola Rohrbach (SUI)
Weltcup-Gesamtwertung nach Houffalize:
1. Julien Absalon (FRA), 700
2. Wolfram Kurschat (GER), 540 (-160)
3. Burry Stander* (RSA), 300 (-400)
4. Jean-Christophe Peraud (FRA), 460 (-240)
5. José Hermida (ESP), 420 (-280)
6. Roel Paulissen (BEL), 380 (-320)
7. Nino Schurter (SUI), 305 (-395)
8. Ralph Näf (SUI), 300 (-400)
9. Lukas Flückiger (SUI), 276 (-424)
10. Stéphane Tempier (FRA), 315 (-385)
11. Christoph Sauser (SUI), 240 (-460)
27. Mathias Flückiger (SUI), (-700)
44. Jürg Graf (SUI), (-700)
49. Christof Bischof (SUI), (-700)
62. Balz Weber (SUI), (-700)
66. Silvio Bundi (SUI), (-700)
67. Thomas Litscher (SUI), (-700)
71. Lukas Kaufmann (SUI), 59 (-641)
75. Fabian Giger (SUI), 27 (-673)
79. Nicola Rohrbach (SUI), 24 (-676)
88. Severin Disch (SUI), 18 (-682)
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