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5. Etappe Epic: Schweizer kommen Benelux ran
Die durch zahlreiche Defekte geprägte 5. Cape Epic-Etappe brachte einen Umsturz in der Gesamtwertung. Team Papival-Stöckli-Ride belegt zur Zeit wieder einen Platz auf dem Podium. Trotz einer Serie von drei platten Reifen erreichten die beiden Schweizer Sandro Speath und Thomas Zahnd das Ziel in Montagu mit über zwölf Minuten Vorsprung auf Team Rocky Mountain. Die beiden Deutschen hatten gar fünf Defekte zu beklagen. Siegreich waren erneut Bart Brentjens und Roel Paulissen.

Von Sandro Spaeth: Die heutige Etappe sollte für viele Fahrer einen Cape Epic Höhepunkt bedeuten. Erstmals erhielt eine Veranstaltung solchen Ausmasses die Erlaubnis, das "Sabona Game Reserve" (Wildtierpark) zu passieren. Die Vorfreude auf Kontakte mit Löwen, Elefanten oder Leoparden natürlich riesig. Für den Fall der Fälle hatten auch alle Fahrer eine Erklärung, diesen Park auf eigenes Risiko zu betreten unterschreiben. Sollten uns am Abend wegen eines hungrigen Leoparden also die durchtrainierten Waden fehlen, wärs unser Problem gewesen...! Dazu kam es allerdings nicht, denn der Lärm der Begleitfahrzeuge hatte alle Tiere vertrieben. Ausser eines Springbocks und der imposanten felsigen Landschaft gabs nichts zu sehen.

Dramatische Szenen rund 40 Kilometer vor dem Ziel. In einem längeren technischen Abschnitt mit scharfkantigen Steinen, schlug die Defekthexe ständig zu. Alle paar hundert Meter standen Teams und wechselten Schläuche. CO2 Patronen waren Mangelware! So kam es, dass starke Team Siemens mit Christoph Sauser und Fredrik Kessiakoff hilflos am Streckenrand stand und auf eine Mannschaft mit Pumpe warten musste. Cleverer waren die Südafrikaner. Sie kannten diesen gefährlichen Abschnitt und hatten gestern Schläuche mit bereits vorhandener Reparaturmasse montiert.

Besonders eindrücklich waren die letzen fünf Kilometer der Strecke. In Tour de France Manier standen die Leute am Strassenrand feuerten die Fahrer an. Ganze Schulklassen standen da und schrien uns förmlich ins Ziel. Vor Rührung war mir heiss und kalt zugleich! Das Ziel errichten wir als glückliche dritte, und gefeiert wurden wir wie Helden. Es sind diese intensiven Gefühle die uns für das tägliche Leiden entschädigen.

5. Etappe Cape-Epic
Strecke: Barrydale to Montagu
Distanz: 107 km
Höhendifferent: 1135m

Rangliste:
1. Team Giant International (Brentjens/Paulissen NED/BEL)
2. Team Adidas Fiat Rotwild (Evans/Wieltschnig RSA/AUT) +6.13
3. Team Papival-Stöckli-Ride Magazin (Zahnd/Spaeth SUI) +8.36
4. Team Siemens (Sauser/Kessiakoff SUI/SWE) +13.47
5. GT Africa (Bassingthwaight/Pearton RSA) +15.34
6. Team Red Mr. Price (Stewart/Wilson RSA) +16.54
10. Team Rocky Mountain (Platt/Bresser GER) +23.23

Gesamtwertung:
1. Team Giant International
2. Team Siemens
3. Team Papival-Stöckli-Ride Magazin
4. Team Rocky Mountain
5. Team Adidas Fiat Rotwild

www.ride.ch/website/epic.php
www.cape-epic.com
www.sandro-spaeth.ch

Meldung vom 06. April 2005 (Autor: red )
 

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