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Wie lief der Verkauf von Mountainbikes im Jahr 2016?

Regen, Regen und nochmal Regen

Jetzt war soeben Weihnachtszeit – und der Frühling 2016 wohl bei Vielen bereits wieder in Vergessenheit geraten. Hier ein Reminder: Das Frühjahr 2016 war legendär und konsequent verregnet, ab Anfang Mai bis Mitte Juni war Dauerregen angesagt. Und in der Bike-Branche gibt es die (Binsen)-Wahrheit, dass Nichts schädlicher ist fürs Geschäft als ein verregneter Frühling. Was ist da dran?

Werkstätten nicht ausgelastet

«Verheissungsvoll war der Start, bereits Mitte und Ende Februar lief der Verkauf gut an und das Auftragsbuch für die Reparaturen war sehr gut gefüllt. Dann kam mit der langen Schlechtwetterperiode ein Einbruch, den ich in meiner mehr als 25.jährigen Karriere noch nie erlebt habe», gibt Reto Burki vom Tropical Bike & Fun Shop in Solothurn einen Einblick in den Einstieg in die Saison 2016. Auch Robin Bauer von Bauer Sport in Wettingen spricht vom harzigen Start, der mit dem schlechten Wetter korrespondiert: «Wir hatten extrem wenig Kundengespräche und Kundenfrequenz zwischen April und Juni». Und wie bei Tropical tobte auch bei Bauer Sport in der Werkstatt zur Hochsaison nicht der Sturm, «erstmals waren wir in der Werkstatt zwischen Mai und Juli nicht ausgelastet», sagt Robin Bauer.

Nicht nur Wetter Schuld

Doch nicht nur der Dauerregen sorgte für eine durchzogene Saison, berichtet Martin Wüthrich vom Rennshop Wüthrich in Burgdorf: «Wir hatten eine unterdurchschnittliche Mountainbike- Saison. Und das Wetter war nicht Schuld. Denn in den Bereichen Rennvelo, City/Trekking, E-Bike und auch Kindervelos durften wir eine überdurchschnittlich gute Saison verzeichnen.»

Unübersichtlich, verunsichert

Wüthrich sieht die Gründe für die geringere Nachfrage im Markt selbst: «Die heutige konzeptlose Vielfalt bringt Verunsicherung; besonders bei den Endkonsumenten. Im Laden spüren wir diese Verunsicherung bei Kunden für hochwertige Mountainbikes dadurch, dass Kunden vermehrt mehr Zeit brauchen zur Entscheidungsfindung, sich über mehrere Kanäle informieren und dann nochmals nachfragen, dann mehrere Modelle testen, um schlussendlich einen Kaufentscheid zu treffen. Die grosse Auswahl spielt da sicher eine grosse Rolle, und unser Job als Händler muss es sein, den Kundne bei der Kaufentscheidung kompetent unterstützen zu können.»

Ähnlich sieht das Bauer: «Wir spüren eine Verunsicherung der Kunden. Zuerst kamen die 29“, dann 27.5“ und nun die Plus-Grossen. Die Kunden zeigen viel Abwarten beim Kauf und interessieren sich stark fürs Ausland und Internet». Einen weiteren Grund für ein schwieriges Umfeld formuliert Burki: «Als eher mühsam wirkt sich der Rabattkrieg aus, den sich Grossverteiler auf die Fahne geschrieben haben, denn trotz allem wären die Leute bereit für eine gute Qualität auch den Preis zu bezahlen».

Gefragt: Bikes mit Konzept

Einen Ausweg aus der aktuell verwirrenden Marksituation bei den Mountainbikes sieht man im Rennshop Wüthrich. «Das Habit von Cannondale war ein Verkaufs-Highlight. Es hat Konzept, macht ein Statement. Das ganze Bike wurde mit einem bestimmten Fahrertyp im Hinterkopf konzipiert, umgesetzt und auch so präsentiert.»

Besserung in Sicht

Die ganze Saison war dann zum Glück doch nicht von Konzeptlosigkeit und Schlechtwetter geprägt. «Gegen die Sommerferien hin erholte sich dann die Sache etwas, aber so richtig Schub nahm die Sache nicht auf. Im Herbst ging es dann dafür nochmals so richtig ab und verhalf dem Jahr dazu nicht als Topflop in die Geschichte einzugehen.» sagt Burki zur Situation in Solothurn. Robin Bauer sagt dazu: «Im August und September hat das Geschäft wieder angezogen und wir haben wieder gute Bikes verkaufen können». Richtig positiv ist man beim Rennshop Wüthrich gestimmt: «Der Mountainbike Verkauf hat gegen Ende der Saison 2016 und aufs neue Modelljahr 2017 hin wieder zugenommen.Wir werten das als positives Anzeichen für eine gute Mountainbike Saison 2017».

Kommentare

Bild des Benutzers Fulldozer

Ich war 2015 erstmals im Engadin, wo es mir super gefallen hat. Gebucht hatte ich ein Bike-Paket mit Hotel & Guiding im Hotel Palü in Pontresina und war mit der sehr engagierten Bike School Engadin unterwegs. Ich habe mir sogar ein Bike beim ausgezeichnet persönlich beratendem Nanuksport in St. Moritz bestellt, das ich im Frühjahr 2016 - verbunden mit einem kleinen Wochenendurlaub - abgeholt habe. Im August 2016 habe ich dann wieder ein paar Tage im Oberengadin verbracht, wo man als Biketourist akzeptable Bedingungen vorfindet. Anders im Unterengadin: Speziell im Raum Scuol ist das Angebot ungenügend und unzuverlässig. Gebuchte Touren fallen mangels Beteiligung aus und man muss sich um teures Private Guiding kümmern. Das liegt nicht nur am Wetter! Konsequenz: Sehr kostspielig, umständlich und unbequem, das passiert mir dort sicher nicht wieder, denn ich werde einfach wegfallen als Biketourist im an sich wunderschönen Unterengadin und mich nach Alternativen umsehen. Aber ich komme gerne wieder ins Oberengadin, das mir inzwischen richtig ans Herz gewachsen. Ich kann nur anmerken, dass auch der Biketourist Umsätze in die Bikeshops bringt. Nur ein funktionierendes Gesamtkonzept kann diese Situation in Zukunft verbessern, wovon alle Protagonisten profitieren können. Engagement und menschliche Nähe zahlen sich immer aus, da inverstiert man auch gerne etwas mehr!

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