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Test: Trek Remedy 9.8 – Der Enduro-Bolide mit ausgeprägten Touren-Genen

Trek’s Enduro-Klassiker «Remedy» geht bereits in seine zwölfte Saison. Im Charakter ist das Modell noch immer dasselbe wie damals, auch wenn sich seither sehr vieles verändert hat. Zeit also dem Klassiker in der 9.8-Ausführung aufs Ritzel zu fühlen und herauszutesten wo das Remedy heute seine Stärken hat.

Das Remedy 9.8 im Überblick

Das Modell «Remedy» erblickte 2006 das Licht der Welt. Seither hat sich einiges getan und auch wenn die Designsprache geblieben ist, die neusten Remedy-Modelle sind optisch frisch und ansprechend. So auch unser Testmodell, das 9.8er. Dieses kommt schick in «Matte Dnister Black/Waterloo Blue» – einfach gesagt in anthrazit matt und blau. Der OCLV-Carbon-Rahmen verfügt über einen Knock-Block-Lenkanschlag, innerverlegte Schaltzüge und Leitungen sowie das Mino Link, um die Geometrie geringfügig zu verändern.
Trek vertraut beim ihrem Enduro-Bike auf Federelemente von Rock Shox: Vorne arbeitet eine Pike «RC Solo Air» Federgabel mit Charger-Dämpfung, hinten ein Deluxe-RT3-Dämpfer mit hauseigenem RE:aktiv-System und drei Plattformstufen. Beim Federungsystem bleibt Trek ebenfalls ihrem bewährten Full Floater (schwimmende Dämpferaufnahme) und der ABP-Technologie für ein aktives Fahrwerk auch beim Bremsen.
 
Positiv überrascht sind wir darüber, dass Trek beim Remedy 9.8 auf eine 2x11-Schaltung von Shimano setzt. Aus eigenen Erfahrungen und Umfragen gelten Schaltsysteme mit zwei Kettenblättern nach wie vor als sehr beliebt an Touren-Bikes. Neben der XT-Schaltgruppe kommen auch die Bremsen aus derselben Schublade und sind ebenso bewährt wie auch beliebt.
Die weitere Ausstattung ist keine Überraschung. So kommen auch am Remedy die hauseigenen Bontrager-Komponenten zum Einsatz. Bei den Laufrädern sind es die robusten «Line Comp 30» in 27.5 Zoll mit Boost110- und Boost148-Nabenbreiten und selbst die XR4-Team-Issue-Reifen kommen von Bontrager.
Lenker und Vorbau aus der Line-Pro-Reihe sind nichts neues, die Drop-Line-Sattelstütze mit 125 Millimeter Hub hingegen schon.
 

Ein Enduro- wie ein Touren-Bike

Das Remedy 9.8 ist ein dankbares Bike. Sind die persönlichen Einstellungen getan, fühlt es sich auf der ersten Testfahrt bereits nach wenigen Minuten Fahrt vertraut an. Trotz dem Trek dieses Bike im Enduro-Bereich ansiedelt, ist die Sitzposition eher sportlich. Das macht es auf längeren Bergfahrten angenehm und sorgt für eine gute Kraftübertragung. Diese kann noch etwas gesteigert werden, indem das Mino Link gedreht wird. Lenk- und Sitzwinkel steilen dadurch zwar nur ein halbes Grad auf, aber es macht ein spürbaren Unterschied. In Kombination mit dem 2x11-XT-Antrieb von Shimano – der noch immer seine Vorzüge gegenüber 1x11-Systemen bietet – wird das Remedy zum fast perfekten Touren-Bike.
Trail-Aufstiege mit technischen Finessen meistert es bestens. So lange man Power hat, unterstützt es einem mit seiner Agilität und dem starken Vortrieb. Dabei entscheidend ist auch das Fahrwerk. Es geht nur wenig Muskelschmalz in der Aktivität des Hinterbaus verloren. Dasselbe gilt beim Wiegetritt auf der Strasse: Ein leichtes Wippen ist vorhanden, doch stört es nicht. Mit dem zuschalten des Pedal-Modus am Rock-Shox-Dämpfer ist vollends Ruhe im System.
 

Erholungsschnelles Fahrwerk

Das Fahrwerk spricht sehr sensibel auf schnelle und kleine Schläge an. Bei schnellen groben Schlägen leistet der Deluxe-RT3-Dämpfer ebenfalls gute Arbeit. Vor allem erholt er sich bei voller Nutzung der 150 Millimeter Federweg sehr schnell, was bedeutet, dass Treks hauseigenes Re:Aktiv-System im Innern des Federbeins tatsächlich auch funktioniert.
Für die optimale Ausnutzung des Hubs spendierten wir dem Rock-Shox-Deluxe-Stossfänger 25 Prozent Negativfederweg – der Pike-RC-Federgabel knapp 30 Prozent.
Bergab lässt das Remedy 9.8 seine Stärken wiederum im verwinkelten Gelände aufblitzen, wo ein flinkes Handling gefragt ist. Ebenso bei schnellen Richtungswechseln oder beim herumspielen macht das Bike höllisch Laune. Bei höheren Tempi sorgt das Remedy für ein sicheres Fahrgefühl. Für ein Allmountain-Bike super, dürfte das Remedy als Enduro-Bike noch etwas Laufruhiger sein – selbst mit abgesenkter Geometrie.
 
Fazit: Auch die Enduro-Abilitäten des Trek Remedy 9.8 etwas ausgeprägter sein dürften, für anspruchsvolle Touren ist es die perfekte Wahl und für einen Abstecher in den Bikepark ist es sich auch nicht zu schade. Das Bike überzeugt im Weiteren auch mit einer grundsoliden und sinnvollen Ausstattung für die Touren-Saison.

Spezifikationen

Rahmenmaterial: OCLV Carbon
Preis: CHF 5'299.00, (ab CHF 2'699.00 Remedy 7 Alu)
Gewicht: 13.5 kg (Grösse L, mit Pedale)
Federweg: 150 mm vo./ 150 mm hi.
Gabel: Rock Shox Pike RC Solo Air
Federbein: Rock Shox Deluxe RT3 Re:aktiv
Schaltung: Shimano XT 2x11
Bremsen: Shimano XT 180/180
Kurbelgarnitur: Shimano XT, 36/26T
Felgen: Bontrager Line Comp 30, Tubeless Ready
Naben: Bontrager Line Comp 30, Boost110 vorne, Boost148 hinten
Reifen: Bontrager XR4 Team Issue, Tubeless Ready, 27.5 x 2.40"
Sattel: Bontrager Evoke 3
Sattelstütze: Bontrager Drop Line 125
Griffe: Bontrager Rhythm, Doppel-Schraubklemmung
Vorbau: Bontrager Line Pro, Knock Block, 35 mm, 0 Grad
Lenker: Bontrager Line Pro, OCLV Carbon, 35 mm, 27,5 mm Rise, 780 mm

Hersteller:  www.trekbikes.com

Testbericht erschienen in Ausgabe 01/2017 von Ride Magazin.

 
 

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