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Test: 7mesh – kanadischer Hightech-Zwirn für Mountainbiker

Die Mountainbike-Bekleidungsmarke 7mesh brachte Anfangs dieses Jahres ihre erste Kollektion auf den Markt: Die Teile wurden als äusserst hochwertig angepriesen weshalb wir Shorts, Trikot und Regenjacke der Kanadier etwas genauer unter die Lupe nahmen.

Obwohl 7mesh ein kleines Start-up-Unternehmen und erst seit diesem Jahr mit einer Bekleidungs-Kollektion auf dem Markt ist, handelt es sich hierbei um keine Novizen in der Bekleidungs-Branche. Das sechsköpfige Team kommt aus den Reihen des renommierten Outdoor-Bekleidungs- und Zubehör-Herstellers Arc’teryx. Allein dieser Hintergrund schürt sehr hohe Erwartungen an die Produkte. Ob ihre erste Kollektion diese erfüllen vermögen, wollten wir in unserem Test an der Regenjacke «Revelation», dem Kurzarm-Trikot «S2S Shirt», sowie an den Glidepath-Bikeshorts herausfinden.


Der erste Eindruck

«Wow, sind die Teile leicht», heisst es einstimmig in der Redaktion, als wir die Kleider aus der Box ziehen. Auf den ersten Blick fallen die hohe Verarbeitungsqualität sowie die speziellen Stoffe auf, welche man teilweise nicht oft bei Zweiradbekleidung sieht. Das Design ist stark reduziert und besticht durch dezente unifarben. Wer es unauffällig mag, ist hiermit schon mal gut bedient.

Den Start macht die Regenjacke «Revelation» als Launch Edition. Diese fühlt sich sehr robust an und ist mit 270 Gramm auch ziemlich leicht. Hier geht es klar noch leichter, aber das ist klagen auf sehr hohem Niveau. Faltet man die Jacke einigermassen schön zusammen, ist auch das Packmass ziemlich klein. Aber auch schnell zu einer Wurst zusammengerollt, passt sie noch in eine Trikottasche.

Die Revelation ist auf das Notwendigste reduziert. Sie bietet zwei Seitentaschen mittlerer Grösse sowie je zwei Lüftungen unter den Armen und an den Unterarmen. Alle Reissverschlüsse sind verschweisst und somit wasserdicht. Eine abnehmbare Kapuze ist ebenfalls dabei. Diese ist mit vier Druckknöpfen befestigt.
An den Ärmeln befinden Klettverschlüsse um die Weite zu verstellen sowie zwei dezente Reflektoren.
Der Untere Bund kann zudem nach Bedarf zusammengezogen werden.

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Lange Ärmel, gut platzierte Lüftungen und wenig Schnickschnack. Fotos ©Philipp Ruggli

Gefühlt und in voller Fahrt
Am Körper fühlt sich die Revelation gut an. Der Schnitt ist leicht ergonomisch weshalb die Jacke bei gebeugter Haltung kaum aufbaucht. Ein Innenfutter besitzt sie wie die meisten minimalistisch gehaltenen Regenjacken nicht. Der Kragen ist hingegen mit einem feinen und weichen Kind- und Mundschutz versehen. Dieser erfüllt seinen Zweck auch wenn er vom Atem leicht feucht wird. Vollsaugen tut er sich nicht. Ideal also wenn es stürmt und man die Jacke bis zur Nasenspitze hochzieht. Für weiter reicht es nicht und da die Revelation unten in der Länge knapp gehalten ist, zieht es bald an den Bauch. Unter normalen Umständen hat sie in der Bauchregion dafür genau die richtige Länge. Anders hinten: Dort dürfte die Jacke etwas Stoff haben.
Toll ist hingegen die Länge der Ärmel. Diese reichen selbst bei gestreckter Position auf dem Rennrad bis über die Handgelenke, was für den Wärmehaushalt nicht unwesentlich ist.

Schüttet es aus Kübeln hält die Revelation die Laune beisammen. Denn die 28'000er Wassersäule hält die Nässe voll und ganz weg von der Haut. Selbst wenn die Jacke verdreckt, ist sie nach dem abspülen wieder nahezu sauber. Bei nicht starker Verschmutzung reicht es die Jacke auszuschütteln, solange der Dreck nicht eintrocknet.
Der Regenschutz ist nun schon seit Anfang 2015 im Einsatz und hält Wasser noch immer zuverlässig fern. Hier leistet das Gore-Tex® «3L Pro – 40d»-Material wirklich gute Arbeit.

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Strömender Regen und Dreck steckt die Revelation-Jacke gut weg. Fotos ©Victor Lucas

Da die Jacke wirklich gut passt, haben wir sie teilweise Zweckentfremdet und auch beim alpinen Fels- oder Eisklettern eingesetzt. Dies jeweils ohne Schrammen oder Löcher. Einzig ein Sturz mit dem Mountainbike – für welchen Sport die Jacke auch wirklich gemacht ist – hat an der Unterarmpartie leichte Kratzspuren hinterlassen. Bisher hat sich das aber noch nicht negativ auf die Wasserfestigkeit ausgewirkt – jedenfalls nicht gefühlt.

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Eher Abrieb als ein ernsthafter Schaden: Der Sturz auf den Unterarm steckte
die Jacke erstaunlich gut weg. Foto ©Philipp Ruggli

Die Reissverschlüsse sind noch immer intakt und funktionieren sogar noch besser als wo sie neu waren. Denn da war die Reibung wegen der Abdichtung schlicht zu gross, sodass diese nicht einhändig bedient werden konnten. Mittlerweile geht aber auch das.
Gemischt bewerten wir die Kapuze. Zwar gibt es an deren Funktion nichts zu nörgeln, aber die Befestigung mittels Druckknöpfe ist nicht ganz optimal. So kann es durchaus passieren, dass man beim an- oder ablegen des Rucksacks mal hängen bleibt und diese abreisst. Um die Kapuze wieder zu fixieren, muss man die Jacke ausziehen, zu filigran sind die Druckknöpfe, um sie hinter dem Kopf einzuklicken.

Fazit: Als Regenjacke für diverse Zweiradabenteuer erfüllt die Revelation unsere hohen Erwartungen. Sie überzeugt mit einem guten Schnitt, langen Ärmeln, einem geringen Gewicht und einer ausgezeichneten Verarbeitung. Ein weiteres Plus ist die Strapazierfähigkeit des Gore-Tex-Stoffes, was gerade bei Stürzen wichtig ist. Abzüge gibt es für die Fixierung der Kapuze sowie die etwas kurz geratene Rückenpartie. Wer ein Highend-Produkt sucht, der wird mit der Revelation keine Enttäuschung erleben. Für den Preis von fast 500 Franken haben wir auch ehrlich gesagt nichts anderes erwartet.

Als Nächstes ist das S2S-Shirt dran. Der Schnitt dessen, speziell am Kragen, entspricht für europäische Verhältnisse eher dem Look von légère geschnittener Rennradbekleidung und ist somit Geschmacksache. Die getestete Grösse S liegt vom Schnitt eher zwischen körperbetont und «loose fit».
Das Oberteil punktet mit seinen technischen Raffinessen. Im Bereich der Achseln und am Rücken sorgt ein leichtes Polyestergewebe (4-Wege Stretch, mit wenig Elastan, da dieses Wasser zieht) für gute Durchlüftung, Wärme und Wasserdampf entweichen bestens. Die Front aus dicht gewobenem Nylon hält Wind hervorragend ab und soll gemäss Hersteller über hohe Reibungsresistenz verfügen. Was speziell für Rücksack-Träger sehr wichtig ist.

Das Team von 7mesh geht davon aus, dass ihre Kunden mehrheitlich mit Rucksack unterwegs sind, deshalb hat das Trikot auch keine Rückentaschen. Dafür gibt’s auf beiden Seiten eine kleines Fach welches problemlos ein Smartphone aufnimmt. Für dieses gibt es dann auch ein Kabelausgang, sowie Kabelschaufen beim Kragen.

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Optisch ein Mix zwischen klassisch und modern überzeugen die 7mesh-Kleider
mit bequemem Schnitt und hochwertigen Stoffen. Foto ©Philipp Ruggli

Auf dem Bike
Das S2S-Shirt macht auf dem Bike eine gute Figur. Das Jersey engt nicht ein und trägt sich sehr angenehm. Auch nach längeren Ausfahrten fühlt sich das Trikot nicht nass an und trocknet sehr schnell. Besonders gefällt die leicht winddichte Front, welche einem bei Abfahrten gut schützt und bei mildem Wetter nicht so schnell auskühlen lässt. Doch oft sind solche winddichten Kleidungstücke ein Graus bei Hitze. Nicht so das S2S-Trikot, auch bei über 35 Grad trägt sich das Shirt in Kombination mit einem Funktionsshirt absolut angenehm. Der Hitzestau und auch das bei diesen Temperaturen oft tropfnasse, klebende Gefühl bleibt aus.

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Schlicht, komfortabel, hochwertig und funktionell – das S2S-Shirt von 7mesh. Fotos ©Philipp Ruggli

Ähnlich dem Trikot ist die Glidepath-Hose obenrum vom Schnitt her eher eng, aber nicht körperbetont. Um die Pobacken herum dürfte der Schnitt etwas enger sein, damit der Hintern nicht so «pluddrig» verpackt ist: Der Stoff steht irgendwie etwas ungewohnt ab.
Die Oberschenkelpartie ist etwas weiter und reicht bis zu den Knien, was uns sehr gut gefällt. Der 2-Wege-Stretch soll ebenfalls sehr strapazierfähig sein und ist erstaunlich wasseraberweisend, was wir bestätigen können. Leichten Regenfällen bietet sie einen guten Schutz, die Regentropfen perlen einfach ab und das auch noch nach über fünf Waschgängen. Das Material trocknet schnell ab und fühlt sich nie feucht an.

Zahlreiche Features zeigen, dass sich 7mesh intensiv mit dem Thema Bikeshorts auseinander gesetzt hat. Der Bund lässt sich schnell und einfach über zwei Verstellmechanismen anpassen. Dennoch verfügt die Glidepath auch über Gürtelschnallen, wohl eher für solche die aus Stylegründen mit Gürtel fahren, denn der Verstellbereich ist sehr grosszügig. Nebst zwei klassischen Hosentaschen an der Front, bietet die Short auch zwei clever konstruierte Seitentaschen auf der Hüfte. Die sind so geschnitten (mit Innenfach), dass man selbst mit einem darin verstauten Mobiltelefon biken kann, ohne das dieses störend aufliegt oder herumschwaddert. Die Taschen sind gross genug, dass auch eine Singletrail Map darin verstaut werden kann.

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Der weit verstellbare Bund und die Smartphone-Tasche sind zwei der wichtigsten Features an der 7mesh Glidepath Short. Fotos ©Philipp Ruggli


Im Sattel

Die Hose gehört schon nach der ersten Ausfahrt zu unseren Lieblingsteilen. Man spürt sie fast nicht am Körper, was damit zu tun hat, dass sie knapp halb so schwer ist wie viele andere Produkte. Dank des weiten Schnitts lässt sie sich gut mit Knie-Protektoren tragen, nichts engt ein, keine hässlichen «Schoner-Gaps» und im Schritt ist sie eng genug, dass man in steilem technischen Gelände nicht im Sattel hängen bleibt. Abrieb im Sitzbereich war über die Testdauer nicht festzustellen.

Fazit: Die Erstlingskollektion von 7mesh brilliert mit Hightech-Materialen und kleinen, feinen Details. Es sind zwar wiederum andere kleine Details die verbesserungswürdig sind, doch alles in allem haben uns das Trikot wie auch die Short sehr überzeugt. 139 Franken für das S2S-Shirt und die 149 Franken für die Glidepath Short sind zwar ebenfalls keine Schnäppchen. Angesichts der hohen Qualität und der ausgezeichneten Verarbeitung, sind die Teile aber jeden Franken wert.

www.7meshinc.com

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