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Samedan führt grossflächig Bike-Verbote ein

Illegale Bike-Verbotstafel auf Alp Munt in Samedan

Der Schnee ist noch kaum geschmolzen, da kommt das Oberengadin in eine heisse Phase. Die Gemeinde Samedan hat beschlossen, insgesamt sechs Singletrails mit einem Bike-Verbot zu belegen. Will ein Mountainbiker künftig von der Alp Munt oder Muntatsch ins Tal, steht ihm bloss noch die Forststrasse zur Verfügung.

Von den Verboten betroffen ist unter anderem der bekannte und beliebte Serpentinen-Trail von der Alp Munt nach Samedan. Alternativen bleiben dem Mountainbiker künftig keine, alle anderen Trail-Optionen runter sind ihm verwehrt. Offen bleibt der Singletrail über die Alp Clavadatsch nach Cristolais, er ist für die Abfahrt von der berühmten Trais-Fluors noch die einzig verbleibende Singletrail-Option.
 

Die grosse Diskrepanz zwischen verboten und vermarktet

Grund für die Verbote sei die konsequente Umsetzung des Masterplans, erläutert Claudio Prevost von der Gemeinde Samedan. In diesem sei das Routennetz für Mountainbiker definiert, und alles andere sei verboten. Gänzlich anders sieht dies Darco Cazin, der mit seiner Firma Allegra Tourismus diesen Masterplan erarbeitet hat. Dieser definiert, welche Routen entwickelt und vermarktet werden sollen, um die Mountainbiker mit einem hochwertigen Angebot gezielt zu kanalisieren. «Im ursprünglichen Mountainbike Masterplan, den Gemeinden akzeptiert haben, ist festgehalten, dass Verbote möglichst vermieden werden sollen. Bisher war diese Strategie sehr erfolgreich. Dass nun auf einer Route, die zu einem Leuchtturm des Engadins geworden ist, Verbote auftauchen, mindert den Wert der Investitionen aller anderen Gemeinden und Partner», kommentiert Cazin. Man habe gegen den Beschluss ein Wiedererwägungsgesuch gestellt, das aber von der Gemeinde abgelehnt wurde.
 
Da den Mountainbikern mit Ziel Samedan ausser der Forststrasse keine Alternativen angeboten werden, dürften Zuwiderhandlungen in der Sommersaion zur Tagesordnung gehören. Die Verbote zu kontrollieren und Mountainbiker zu büssen, dafür fehlen der Gemeinde aber die Kapazitäten, räumt Prevost ein. Und das wiederum könnte den gegenteiligen Effekt bewirken: Noch mehr Konflikte, weil Wanderer ihr alleiniges Betretungsrecht durchsetzen wollen gegen Mountainbiker, die sich mit dem flächendeckenden Singletrail-Verbot zwischen Alp Munt und Samedan nicht abfinden wollen.
 
Noch ist in dieser Sache nicht das letzte Wort gesprochen. Die Gemeinde Samedan wird ihren Beschluss nun im kantonalen Amtsblatt veröffentlichen, und bei Einsprachen muss in der Folge das Verwaltungsgericht über diese Massnahme entscheiden. Die Bike School Engadin hat sich bereits schriftlich bei der Gemeinde gewehrt, die Engadiner Bikehotels haben sich auch zu Wort gemeldet, und es wäre sehr erstaunlich, wenn sich hier nicht auch die offiziellen Tourismusbehörden von Engadin St. Moritz zur Wehr setzen.
 
Vorgeprescht ist man in Samedan in dieser Sache bereits und hat bei der Alp Munt eine Verbotstafel montiert – ohne rechtliche Grundlage und damit faktisch illegal.
 
Übersicht der beschlossenen Wege mit Bike-Verbot:
 

Kommentare

Das passt perfekt zur Engadiner Strategie, die Mountainbiker als neue Melkkühe in den Bergen anzusiedeln! Zuerst sollen sie für schönes Geld ein teures Bergbahn-Ticket kaufen, um dann auf einer Forststrasse gelangweilt und schön kanalisiert wieder ins Tal zu gondeln. Effizienter kann man die Marketinggelder wohl kaum verschleudern! Ob so die Milchwirtschaft in den Bergen - sorry, die Melkwirtschaft der Mountain-Biker - Erfolg haben kann?

 

Vielleicht müssten wir Bike uns auch mal selber an der Nase nehmen. Seht euch doch mal die vielbefahrenen Strecken an. Diese sind meist von oben bis unten ausgefahren von Bikern welche mir blockiertem Hinerrad runter rutschen weil sie es nicht besser können oder weil es geil ist mit blockieretm Rad um die Kurven zu sliden. Oft mals müssen private für den Unterhalt der Wege aufkommen und da kann ich gut verstehen dass sich z.B.  ein Waldbesitzer über uns ärgert. Nehmt doch in Zukunft ein bisschen mehr Rücksicht auf die Umwelt.

Ich gebe Dir in diesem Fall vollkommen Recht. Ich habe auch solche Bikekumpels die es "geil" finden, wenn sie dauern im letzten Moment die Räder blockieren und womöglich noch so um die Kurve driften. Genau aus diesem Grund hatten wir schon des Öfteren Meinungsverschiedenheiten. Als ich dann letztes Jahr im Bikeurlaub auch noch einen Bikeführer hatte der so fuhr, gab es mir den Rest. Ich stellte ihn zur Rede und erhielt die lapidare Antwort:"er fahre immer so. Schliesslich wäre das ja eine MTB-Tour auf Biketrails."

Ich denke, wenn die "Normalfahrenden" Mountainbiker den "Trailrowdies" das auch öfters mal vor Auge halten würden und denen die Meinung geigen, könnte das auch etwas helfen. Sonst muss ich leider sagen, dass Wegsperrungen für MTB immer mehr seine Berechtigung hat. Und das alles mal ohne die „Biker“ zu berücksichtigen, die einfach JEDEN Wildpfad befahren müssen auch dort keinerlei Rücksicht nehmen.

Wenn wir uns also nicht erst mal selber an die Nase fassen, etwas mehr Rücksicht aufbringen und etwas mehr Aufklärung in den eigenen Reihen betreiben,  brauchen wir auch kein Verständnis und Entgegenkommen anderer erwarten…

Dann weiss ich nun, wo ich meine Bikeferien diesen Sommer verbringe. Sei gegrüsst Davos...

Bild des Benutzers wolfgang.markl_32072

Das ist doch immer das gleiche, hat es von einer Sportart zu viele werden Verbote erlassen. Zu St. Moritz/Samedan Ihr glaubt doch nicht im Ernst, dass die Gemeinden besonders Biker freundlich sind. Da geht es doch nur ums Geld. Warten wir mal ab, wenn es in den nächsten Jahren immer weniger Schneesportler  gibt. Da heisst es rechtzeitig neue Kundschaft werben und nicht mit Verboten vergraulen. 

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