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Postauto: 88 Prozent der transportierten Velos sind Bikes!

Da Mountainbiking im Tourismus immer mehr Gewicht bekommt, wollte PostAuto wissen, wie oft die Biker in Graubünden mit dem ÖV fahren. Das Ergebnis: Rund 26'000 Fahrräder haben die Postautos von Juni bis Oktober 2014 mittransportiert. Rund 88 Prozent dieser Fahrräder sind Mountainbikes!

Löwenanteil geht an Mountainbiker
Im Kanton Graubünden sind gegen 75 Prozent der ÖV-Fahrten dem Freizeitverkehr zuzuordnen. Wie viele dieser Prozente der Biketourismus generiert, ist statistisch nicht belegt. Doch mit rund 4000 Kilometern signalisierter Routen ist Graubünden schweizweit die führende Bikeregion. Erstmals hat PostAuto in der diesjährigen Hauptsaison die Anzahl der transportierten Velos detailliert erfasst. Das Resultat: Von Anfang Juni bis Ende Oktober wurden 25'860 Velos von ihren Besitzern im Postauto mitgenommen – das sind mehr als 170 pro Tag.

Dabei war der August mit gut 7000 Velos der stärkste Monat der Sommer- und Herbstsaison. Den grössten Anteil – 88 Prozent – hatten die Mountainbikefahrerinnen und -fahrer, gefolgt von den Alltagsvelo-, Rennvelo-, E-Bike- und Trottinettfahrenden. Trotz des kühlen und feuchten Sommerwetters nahmen die Biketransporte auf manchen Strecken zu. So zwischen Chur und Lenzerheide sowie in der Region Thusis. Im Prättigau hingegen war das wahrgenommene Bedürfnis kleiner als in vergangenen Jahren.

Um einen Trend aufzeigen zu können und auch die Auswirkungen des Förderprojekts GraubündenBIKE des Kantons quantitativ zu erfassen, wird PostAuto in der Saison 2015 wiederum eine Erhebung machen und danach zusammen mit dem Kanton allfällig nötige Massnahmen prüfen.

 

bike porter

Superanhänger: Entlastung dank Hydraulik
Eine der Massnahmen, um künftig mehr Fahrräder und Bikes transportieren zu können, wird bereits umgesetzt. Damit der Ein- und Auslad im Fahrplanverkehr möglichst schnell vonstatten gehen kann, setzte PostAuto in Graubünden von Juni bis Oktober als Pilotversuch ein Exemplar des bike porters ein. Der mit graubündenBIKE und der Mayer AG in Trimmis entwickelte Anhänger (Ride berichtete) wurde auf verschiedenen von Fahrradfahrern gut frequentierten Linien auf Probetournee geschickt.

Positive Zwischenbilanz
PostAuto zieht nun eine positive Zwischenbilanz. Ungefähr 300 Fahrräder hat der bike porter von Juni bis Oktober durch die Region Mittelbünden transportiert. Um die 2000 Kilometer hat er dabei zurückgelegt. Der 2,5 Meter breite und 3,7 Meter hohe bike porter kann 15 Velos und auch E-Bikes aufnehmen und dennoch speditiv be- und entladen werden. Dank zwei Plattformen, die sich hydraulisch absenken und verschieben lassen, müssen auch die schweren E-Bikes von ihren Besitzerinnen und Besitzern nicht mit Muskelkraft an den Heckträger oder in den Anhänger gehievt werden.

 

Anleitung bike porter

Pilotversuch wird verlängert
Das Ziel lautete: Wenn an einer Haltestelle eine Gruppe von Bikern ihre Velos mittransportieren will, sollte der Selbstverlad dank dem bike porter weniger als eine Minute in Anspruch nehmen. Denn im Fahrplanverkehr ist es unabdingbar, dass der Ein- und Auslad möglichst schnell vonstatten geht. Dieses Ziel konnte in dieser ersten Saison nicht immer erreicht werden, hemmten doch das recht hohe Eigengewicht des Anhängers – 2,4 Tonnen – und die noch zu träge Hydraulik der zwei Plattformen den Betriebsfluss. Die Fahrgäste brauchten mehr Zeit beim Aufladen. Unter anderem, weil viele Bikes sehr breite Lenker und Pneus haben und es somit aufwändiger ist, die Velos zu befestigen.

Im Betrieb hat PostAuto Verbesserungsmöglichkeiten evaluiert und wird den Anhänger zusammen mit den Partnern über den Winter technisch entsprechend anpassen. Die schlechten Witterungsbedingungen während des Sommers verunmöglichten eine umfangreichere Nutzung, so dass die Verantwortlichen die Testphase auf 2015 ausdehnen, um aussagekräftigere Ergebnisse zu erhalten. Nach der zweiten Testphase im Frühling und Sommer 2015 wird dann entschieden, ob der bike porter serienmässig produziert wird und auch in anderen Regionen der Schweiz zum Einsatz kommt.

 

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