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Flyer-CEO Simon Lehmann: «Wir bleiben in der Schweiz», Teil 1

Flyer ist auf dem Sprung in die Moderne: Der Elektrovelo-Pionier verabschiedet sich vom angestaubten System mit Mittelmotor sowie Akku hinter dem Sattelrohr. Flyer führt neu die Regie beim E-Bike-System selbst. Vom SNB-Entscheid und vom Frankenhoch durchgeschüttelt, hat man in der Chefetage alle Vorgaben hinterfragt. Und kam zum Schluss: Flyer zieht nicht ins Ausland.

 

Simon Lehmann

Herr Lehmann, den ersten Interviewtermin haben wir verschoben, Sie sind unerwartet nach Asien gereist. Wo hat es gebrannt?
Bei Panasonic. Und gebrannt ist übertrieben. Es brauchte ein Meeting, weil wir an der Entwicklungs-Timeline festhalten müssen für unseren Relaunch, für unsere neue Technologie.

Von welcher Technologie sprechen Sie?
Wir haben an der Eurobike 2015 die Flyer Intelligent Technologie - kurz FIT - lanciert. Da wir jetzt selber Systemintegrator werden, haben wir es mit sehr komplexen Komponenten mit unterschiedlichen Lieferanten zu tun. Wir kooperieren jetzt mit nicht mehr nur mit einem Systemlieferanten wie zu früheren Panasonic-Zeiten. Wir arbeiten mit einem Lieferanten für Akkuzellen, wir kooperieren mit einem Unternehmen für die Display- und Steuerungstechnik. Es geht um Akku-Design, wir arbeiten am Motoren-Design. Und wir lassen jetzt die Erkenntnisse der gemachten Tests in die kommenden Produkte einfliessen.

Flyer kauft also nicht mehr ein fixfertiges E-Bike-Antriebssystem. Sondern führt bei Akku, Motor, Display und Steuerung selbst Regie. Was bringt das Ihren Kunden?
Mit unserer eigenen Integrationstechnologie haben wir riesige Möglichkeiten für die Zukunft. Das ist ein Quantensprung! Wir haben neu die Möglichkeit, unterschiedliche Komponenten zu verbinden und zu steuern. Wir entwickeln die Fahrradsteuerung ECU, also die Electronic Control Unit, selbst. So bestimmen wir, wie der Akku mit dem Motor redet und wie die Kommunikation mit dem Display ausschaut. Diese ECU öffnet uns – nur als kleine Beispiele - Felder wie Bremslicht, geschwindigkeitsabhängige Beleuchtungsstärke oder die Anzeige, ob der Seitenständer nach unten geklappt ist. Unsere eigene ECU macht uns offen für neue Entwicklungen, neue Komponenten.

An welchen Produkten setzten sie diese FIT-Technologie ein?
Heute an zwei Bikes: Am E-Fully Uproc 7 und am S-Pedelec U-Series. Für das Modelljahr 2017 werden wir die Technik weiter aufs Portfolio ausrollen, vor allem im Mountainbike- und Urbanbike-Bereich.

Wie lief die Saison 2015 für Flyer?
Es ist kein Geheimnis: Als ich vor zwei Jahren in die Firma kam, ging es nicht um einen Spaziergang. Es geht hier um eine Neupositionierung, es geht um einen Turn-Around. Wir waren im Jahr 2014 mit Blick auf das Jahr 2015 extrem gut unterwegs, diesen Turn-Around zu schaffen.
Und wir haben 2015 sehr viel realisiert: Die Erneuerung des Portfolios mit neuer Technologie und Innovation mit massiven Investitionen, wir generierten mehr Umsatz aus unseren Top of the Line-Bikes und wir haben die Kosten reduziert. Parallel dazu haben wir noch SAP eingeführt. Das war in diesem Wandelprozess eine riesige Herausforderung.

Und der 15. Januar 2015?
Ja, dann kam am 15. Januar der SNB-Entscheid – mit mehreren Fragestellungen und Baustellen: Kaufen wir in US-Dollar ein, dann haben wir höhere Materialkosten. Wir exportieren drei Viertel in den EU-Raum, dann haben wir weniger Umsatz. Wir produzieren in der Schweiz mit hohen Preisen. Diese Schauplätze haben wir analysiert und uns gefragt: Was macht Sinn für die Zukunft?

Sie haben also auch den Standort Schweiz hinterfragt?
Wir haben den Standort Huttwil als Firmenzentrale sauber analysiert – und kein Geheimnis darum gemacht. Wir haben angeschaut, in welcher Höhe Kostensenkungen zu realisieren wären durch die Auslagerung der Produktion ins Ausland.

Welches Fazit haben Sie gezogen – bleibt Flyer in der Schweiz?
Im Dezember 2015 haben wir klar kommuniziert gegenüber den Mitarbeitern und der Gemeinde, dass wir zu 100 Prozent am Standort Huttwil festhalten.

Weshalb hat die Schweiz das Rennen gemacht?
Betriebswirtschaftlich betrachtet ist der Standort nicht der grosse Kostenbrocken. Wir wollen die Qualität nicht aus der Hand geben. Wir wollen den Standort Schweiz und das Label Schweiz nicht aus der Hand geben. Unter dem Strich haben wir die klare Erkenntnis gewonnen, dass eine Verlagerung der Produktion ins Ausland für Flyer keinen Sinn macht.

Sie sprechen vom grossen Kostenbrocken, was kostet Flyer am meisten?
Das sind die Materialkosten. Alle Marktteilnehmer waren damit am kämpfen, die Preise für Komponenten sind stetig am steigen.

Wieviele Bikes hat Flyer im Jahr 2015 verkauft?
Über 50'000 Stück.

Wie stimmt diese Zahl mit Ihren Erwartungen überein?
Damit haben wir eine Punktlandung erreicht.

Was für ein Wachstum für das Jahr 2016 haben Sie sich zum Ziel gesetzt?
Wir wollen um sieben Prozent mehr verkaufte Fahrzeuge erreichen.

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