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Ein alter Bekannter ist der neue Sieger

Nach acht Rennen in der Enduro-World-Series stehen die Sieger fest: Es sind Cecile Ravanel, welche auch das letzte Rennen gewinnt und ihren zweiten Titel holt und Sam Hill der Geschichte schreibt. Bei den Männern gewinnt Damien Oton das Rennen in Finale Ligure. Anita Gehrig wird nach einer grandiosen Aufholjagd vierte, Carolin Gehrig fünfte und Maxime Chapuis trotz Defekten noch 26.
 
Es war eine lange Saison, und doch ist sie nicht vorbei – im Gegenteil. Das letzte Rennen der Enduro-World-Series findet seit der Gründung der Rennserie in Finale Ligure statt und verlangt auch jedes Jahr aufs Neue seinen Teilnehmern alles ab – technisch, physisch und psychisch. Dieses Mal soll es nicht anders sein, und so stehen für die Athleten neben langen Transferetappen, zwar meist neue, aber auch kräftezerrende Abfahrtsetappen auf dem Enduro-Menu. Knackige Gegenanstiege sind keine Seltenheit, nach denen sofort wieder die technischen Fertigkeiten der Fahrer gefragt sind.
 
Mit dem Puls im Dachgiebel am schnellsten bergab fährt über beide Tag der Franzose Damien Oton (Devinci Enduro Racing). Zwei Etappensiege und ein siebter Platz als schlechteste Etappe sind das Rezept um den Vorjahressieger Martin Maes (BEL - GT Factory Racing) auf zwei zu verweisen. Damit schafft Oton in der Gesamtwertung einen Sprung nach vorne auf den fünften Schlussrang – einer vor Maes.

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Damien Oton jagt durch dein Steingarten auf Etappe vier.
 

Hill oder Dailly?

Die Spannung darüber, wer die World-Series-Trophäe mit nach Hause nimmt, ist während des ganzen Rennens gross. Zwar liegt der frühere Downhill-Schlammkünstler Sam Hill (AUS - Chain Reaction Cycles/Mavic) 110 Punkte vor dem Franzosen Adrien Dailly, aber der Enduro-Sport ist berüchtigt dafür, dass Defekte und Stürze im letzten Moment noch das Klassement drehen können.
 
Beide Titelanwärter geben alles – Hill aber etwas mehr und so holt er mit dem dritten Rang in Finale, den erhofften Gesamtsieg ins Trockene. Dailly belegt hinter Hill den vierten Rang und bleibt damit Gesamtzweiter. Etwas dahinter holt sich Greg Callaghan (Cube Action Team) den dritten Gesamtrang. Lange lag der Ire in Führung, verlor in der zweiten Saisonhälfte aber zunehmend an Boden. So kann er in Finale auch mit seinem soliden sechsten Rang keine Klassementsveränderung mehr herbeiführen. Trotzdem, der dritte Rang ist ein schöner Erfolg für den jungen Cube-Piloten.
 
Hill gewinnt nicht nur die Gesamtwertung, er schreibt sogar etwas Mountainbike-Geschichte dazu. Schon zu Zeiten als der Australier den Downhill-Sport dominierte, setzte er auf Flatpedals, und das tut er auch heute noch, wo doch alle Spitzenfahrer auf den effizienteren Klickpedalen unterwegs sind. Effizienzeinbussen scheint Hill offensichtlich keine zu beklagen, und so ist er der erste Fahrer, der die Enduro-World-Series auf den «ineffizienten» Plattformpedalen gewinnt.

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 Sam Hill schiesst durch die zweitletzte Kurve der Saison und zum Gesamtsieg.
 

Chapuis wieder mit Pech

Nachdem René Wildhaber (Trek) seinen Renngang ein paar Schritte zurückgestellt hatte und nun noch vereinzelt in der Masterskategorie fährt, scheint mit dem Romand Maxime Chapuis (Specialized) wieder ein Schweizer Enduro-Fahrer in den Top-20 angekommen zu sein. In seiner ersten vollständigen World-Series-Saison schafft es Chapuis auf den 23. Gesamtrang, und das obwohl im das Materialglück nicht immer an der Seite war. So auch in Finale, als er während des Rennens schon Probleme mit dem Wechsler zu beklagen hat und auf der letzten Abfahrt noch ganz das Schaltwerk verliert. Trotzdem klassiert sich Chapuis als 26.

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Maxime Chapuis: Ohne Kette und Wechsler durch die vielen Zuschauer.
 

Als zweitbester Schweizer klassiert sich Timothée Oppliger (Norco Enduro Racing) und erreicht damit sein bisher bestes Resultat in der Enduro-World-Series. Dieses ist umso respektabler wenn man bedenkt, dass Oppliger kein Profi sondern ein ambitionierter Freizeitathlet ist, der mehrheitlich arbeitet. Mit Rang 48 lässt er noch einige Enduro-Profis hinter sich.

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Kleine Erfolge – grosse Freude: Timothée Oppliger fährt seinen Top-50-Rang ins Trockene.
 

Podest um einen Wimpernschlag verfehlt

Im Rennen der Frauen zeigt sich das gewohnte Bild wie an fast jedem Rennen. Cecile Ravanel (Commencal Vallnord Enduro Team), die bereits vor dem Rennen in Finale Ligure als Gesamtsiegerin der Enduro-World-Series feststand, dominiert auch das letzte Rennen vor ihrer Landsfrau Isabeau Courdurier (FRA - Sunn).

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Unantastbar: Cecile Ravanel gewinnt in Finale das siebte von den acht EWS-Rennen.
 

Und der dritte Rang? Eine vermeintlich klare Sache am ersten Renntag, als die Schottin Katy Winton (Trek Factory Enduro Team) fast vierzig Sekunden vor Anita Gehrig liegt, beginnt sich am zweiten Renntag zu drehen.

 
Die Schweizer Ibis-Fahrerin dreht am zweiten Renntag derart auf, dass sie Winton vor der letzten Etappe auf Rang vier verdrängt. Auf der sechsten Etappe fährt Gehrig sogar Etappenbestzeit, was sie noch nie zuvor geschafft hat. Sie nun mit drei Sekunden Vorsprung vor Winton auf Rang drei, auch auf der letzten Etappe greift die Schweizerin nochmals an. Trotzdem ist Winton auf dieser Etappe rund drei Sekunden schneller, und so wird aus Anita Gehrigs knappen Vorsprung einen noch knapperen Rückstand in der Tagesabrechnung. Um lediglich fünf Hundertstelsekunden verliert den dritten Platz an die Schottin. Da kann auch ihre allererste Bestzeit nicht mehr über die Enttäuschung hinweghelfen, denn schon zum vierten Mal muss sie in dieser Saison mit Rang vier vorlieb nehmen.

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Anita Gehrig liegt am ersten Tag noch 40 Sekunden hinter Rang drei. Am Ende sind es nur noch fünf Hundertstelsekunden.

 
Carolin Gehrig (Ibis Cycles Enduro Race Team) liegt nach dem ersten Renntag auf Rang sechs. Auch sie dreht am zweiten Tag nochmals ordentlich auf. Sie zieht an der vor ihr liegenden Kanadierin Casey Brown (Trek Factory Enduro Team) vorbei und liegt vor der letzten Etappe deutlich vor ihr. Trotzdem wirft Gehrig ihre letzten Körner in die Waagschale mit dem Ziel, auf der berüchtigten Schlussabfahrt «Downhill Uomini» nach Varigotti die Bestzeit einzufahren. Sie ist sehr schnell, doch schafft es die Schweizerin nicht ganz. Nur Isabeau Courdurier ist noch schneller.

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Vollgas auf der Schlussetappe: Carolin Gehrig geht «all in».

 
In der Gesamtwertung verbessern sich Anita und Carolin Gehrig jeweils um einen Platz auf vier und fünf. Mit diesen Nummern starten die beiden 2018 in die neue Saison.
 

Resulate EWS #8 Finale Ligure

EWS Gesamtwertung

 

Acht Stopps – vier neue Orte

Die Enduro-World-Series umfasst auch im Jahr 2018 wieder acht Rennen. Gestartet wird die Serie am 25. März in Lo Barnechea, Chile. Danach geht es weiter nordwärts wo die Enduristen eine Woche später in Manizales, Kolumbien das zweite Rennen bestreiten. Auch der dritte und vierte Stopp ist neu: Ebenfalls an zwei Tagen werden die Rennen in Olargues - Montagnes du Caroux, in Frankeich und im österreichisch-slowenischen Grenzgebiet Petzen-Jamnica abgehalten.
 
In der zweiten Saisonhälfte setzen die Veranstalter auf die bekannten, wie auch bewährten Austragungsorte. So geht das World-Series-Jahr am 21. Juli mit dem Alpinklassiker in La Thuile (ITA) weiter. Am 12. August findet das einzige Eintagesrennen der Serie statt. Das Enduro-Rennen in Whistler macht sogleich den Auftakt zum dortigen Crankworks-Festival.
 
Nach einem guten Monat Pause besucht die Rennserie Spanien. Am 22. und 23. September wird in Ainsa das vorletzte Rennen abgehalten. Nur eine Woche später endet die Saison zum sechsten Mal in Finale Ligure.
 
www.enduroworldseries.com
 
 
 
 

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