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Der erste Fahreindruck des Trek «Fuel EX 9.8 - 27.5 Plus»

Wo das «alte» Fuel EX von Trek noch eher in der sportlich knackigen Ecke angesiedelt war, kommt das neue Fuel EX mit einer geballten Ladung Trail-Gene. Mehr Federweg, Plusreifen sowie ein neuer, steifer Rahmen mit einer besseren Geometrie und klugen Detaillösungen. Ich hatte kurz die Möglichkeit das neue Gerät über einen heimischen Trail zu jagen – hier der erste Eindruck.
 
Edel schaut das neue Fuel EX im schwarz-matten Look und glänzendem Schriftzug aus. Doch hebt es sich optisch deutlich vom alten Modell ab. Der Rahmen ist komplett neu und vor allem im Bereich des Unterrohrs steifer – so wird es mir erklärt. Die Kabel verlaufen durchs Rahmeninnere und sorgen für eine aufgeräumte Optik. Auffallend und sinnvoll ist der Knock Block, ein Steuersatzsystem, dass das Einschlagen des Lenker nur um knapp 90 Grad zulässt. So werden hässliche Lackschäden am Oberrohr vermieden. Das Unterrohr wird unterhalb der Steuerkopfs mit einem Bumper und oberhalb des Tretlagers mit einem Schlagschutz geschützt.
 
Deutlich flacher ist der Lenkwinkel geworden, was das Bike laufruhiger machen soll. Dank der veränderbaren Geometrie beträgt er 66.6 in der flachen und 67.2 Grad in der steileren Einstellung. Trotzdem soll das Bike nach wie vor agil sein.
Trek bringt das Fuel EX ausschliesslich mit Plusbereifung: Bontrager-Chupacabra-Reifen in der Dimension 27.5x2.80 auf 40 Millimeter breiten Sun-Ringlé-Felgen. Wer das Bike aber auch mit 29-Zoll-Laufrädern fahren will, dem ist es frei, einen solchen zusätzlich anzuschaffen. Dafür bietet das Fuel EX Platz für Reifen bis 2.4 Zoll Breite. Passend zu breiter und steifer, wird das Trailbike mit Bontragers neuen Line-Vorbau und Lenker mit 35 Millimeter Klemmendurchmesser gesteuert.
 
 

Auf dem Trail

Da die Zeit etwas knapp ist, das Bike zu testen und auch noch einige Fotos davon zu machen, jage ich in alter Cross-Country-Manier die Asphaltstrasse zum Trail-Einstieg hoch. Auch wenn das Hochfahren nur etwa zehn Minuten dauert, fühlt sich die Position gut und kletterfreudig an.
Was den neuen Rahmen anbelangt, wurde nicht zu viel versprochen: Das neue Fuel EX ist tatsächlich sehr seitensteif und es geht im Wiegetritt mächtig voran. Dabei geht vergessen, dass das Bike auf Plusreifen fährt. Die Bontrager Chupacabra-Reifen rollen ausgezeichnet, aber hoffentlich verfügen sie auch über genügend Grip im Gelände.
 
Frei von Antriebseinflüssen ist das Fahrwerk allerdings nicht. Im Wiegetritt wippt es schon ordentlich, und etwas weniger im eingeschalteten Climb-Modus. Nun, bei einem Trail-Bike mit Plusbereifung ist das nicht derart negativ zu werten, schliesslich ist es kein Crosscountry Racebike mit dem ich aus jeder Kurve mit aller Kraft antreten muss. Im Sitzen pedalierend, bleibt das Fahrwerk dafür selbst im Abfahrtsmodus schön ruhig.
 
Den Trail welchen das Bike meistern soll, ist ein Sahnestück der Region Flims. Er bietet Spitzkehren von eng bis weit, schnelle Kurvenabfolgen und schnelle Abschnitte – Diese zum Glück sehr übersichtlich – und einige kleine Kanten die zum abspringen einladen. Der Untergrund bietet von losem Schotter, festen Steinen und Wurzeln, bis hin zu Erdboden ebenfalls alles, um die kurze Testzeit bestens auszukosten.
 

Das Handling

Etwas mehr Trägheit haben die Plusreifen gegenüber ihren schmaleren Genossen, doch bieten sie sprichwörtlich mehr Luft, um direkte Unebenheiten zu ebnen. Dies ist auf diesem Trail, den wir bisher im Maximum mit 2.4-Zoll-Bereifung befahren, gut spürbar – man spürt weniger. Die Spielfreude bleibt auf dem 13.2 Kilogramm schweren Fuel EX trotzdem erhalten. So werden die gleichen Kanten genutzt, um Luft unter die Reifen zu bekommen und die Spitzkehren gehen fast so flink von der Hand wie mit dem privaten Bike – mit etwas mehr Eingewöhnungszeit wohl ebenso schnell. Auf schnellen Abschnitten überzeugt das Fuel EX wiederum durch seine hohe Laufruhe.
 

Die Tücken der Fahrwerkseinstellung

Plusbereifung erfordert andere Einstellungen, da die dicken Reifen ordentlich viel Eigendynamik entwickeln. So beging ich in der Hitze des Gefechts den Fehler, das Federbein so abzustimmen, wie ich es mich sonst gewöhnt bin – also zu hart. Die Folge: Der Federweg wurde anfänglich hinten bei weitem nicht ausgenutzt. Vorsichtig die Luft etwas reduziert, fühlt sich die Weiterfahrt noch nicht perfekt, aber schon viel besser an. Der Hinterbau mit Fox-Float-Federbein und Re-Active-Dämpfung macht schon so einen hervorragenden Eindruck: Sensibel im Ansprechverhalten, schluckfreudig und mit einer satten Endprogression. Dank Letzterer fühlt es sich an, als hätte das Federbein endlose Reserven – bei «nur» 130 Millimetern Federweg. Ebenfalls top ist auch die Fox 34 Float. Sie arbeitet auf ihren 140 Millimetern Hub mit praktisch der gleichen Charakteristik wie das Federbein – Front und Heck harmonieren also bestens miteinander.
 

Rollmaterial im Grenzbereich

Die ersten Minuten auf dem Trail dienen, um sich ans neue Gefährt heranzutasten, wenn auch schon ziemlich aktiv und kraftvoll. Dabei liefern die Laufräder ein gutes Feedback ab, was bei einer Lenkbewegung passiert. Somit sind sie genügend steif. Die Bontrager-Reifen überzeugen bisher. Doch wird der Luftdruck von anfänglichen 1.2 auf 1 Bar herabgesetzt. Das Feedback vom Untergrund verblasst ein wenig, doch steigert sich der Komfort. Dank der breiten Felgen bleibt der Reifen auch bei schnellen und kraftvollen Richtungswechseln stabil.
 
Nun will ich es doch wissen was im Bike steckt und lasse es krachen. Der Boden ist nicht mehr ganz so griffig und die Geschwindigkeit in der offenen Kurve hoch – zu hoch. Jetzt ist aus mit dem Grip – das Heck schmiert über den Trail-Rand ab. Das Bike noch fest im Griff, kann ich mich noch knapp mit einem Fuss auf dem Trail halten und ein Sturz abwenden. Das Limit der Reifen ist also ausgelotet. Es verwundert eher, dass das feine Profil so lange standgehalten hat.
 

Fazit

Mit dem Topmodell Fuel EX 9.8 hat Trek ein tolles Trailbike geschaffen – optisch wie auch technisch. An diesem Bike passt alles zusammen und vereint gekonnt Kletterstärke, Laufruhe und Agilität – kurzum: Es macht ordentlich Laune auf dem Trail – selbst für Fahrer wie mich, die privat schmalere Reifen bevorzugen. Griffigere Reifen braucht es höchstens für Schlechtwetterfahrer oder solche, die oft in losem Terrain unterwegs sind.
 
www.trekbikes.com
 

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