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Der bunte Hund Harald Philipp. Doch eigentlich ist alles anders.

Harald Philipp ist ein Star. Jedenfalls in der Mountainbike-Welt. Nun ja, mindestens in der deutschsprachigen. Aber hier ist er ein bunter Hund, nach Danny MacAskill fällt bei vielen schnell mal sein Name. Bekannt wurde er mitunter durch seine waghalsigen hochalpinen Abfahrten durch Klettersteige. Seine Videoclips erreichen auf Youtube und Vimeo grosszügig sechsstellige Zugriffszahlen, einen Fanclub hat er auch. Er ist ein Star, unbestritten. Und was haben viele dieser Stars gemeinsam? Sie gehen auf Vortragstournee und erzählen mit einer ordentlichen Portion Narzissmus aus ihrem so einzigartigen Leben. Auch Harald Philipp tingelt zur Zeit von Bühne zu Bühne, mit seinem Vortrag gastierte er am 3. Dezember in der Viamala Sportwerkstatt in Thusis. In der Heimat von Herbert, und deshalb ein Pflichttermin. 20.30 Uhr, mal sehen, wie sich der Star so gibt.

Vortrag von Harald Philipp in Sportwerkstatt Viamala in Thusis

Eine kleine Koketterie zum Anfang. Er habe absolut kein Mountainbike-Talent, sagt er verschmitzt und erntet verhaltenes Lachen. Und dann kommt alles anders als gedacht. Statt einer narzisstischen Selbstdarstellung setzt er zu einer tiefenpsychologischen Abhandlung der Spezie des Mountainbikers an. Harald Philipp hat sich viele Gedanken zu sich und zu seinem Flair für den Mountainbikesport gemacht und versucht seine Erfahrungen in Bilder, Worte und Videoclips zu fassen. Und plötzlich steht da vorne nicht mehr ein Star, sondern einer wie alle anderen im Saal. Der sich einfach ein paar Gedanken mehr gemacht hat, vielleicht auch seiner Grenzerfahrungen wegen. Er hat die gleichen Motivationen, die gleichen Freuden, die gleichen Frustrationen, die gleichen Erlebnisse wie alle im Publikum. Die anfängliche Skepsis hat sich gelegt, ist nach Vortragshälfte in Sympathie übergangen und hat sich schliesslich gar in eine schweizerisch-zurückhaltende Euphorie verwandelt. Da vorne steht einer, der genau das sagt, was wir immer gefühlt haben, irgendwie aber nicht ausdrücken konnten. Und jetzt nehmen wir ihm auch ab, dass er kein Talent hat. Weil Talent völlig unwichtig ist. Leidenschaft zählt, und mit ganz viel Leidenschaft wird das Talent nebensächlich.
 
Und wenn Harald Philipp, ein Deutscher mit Wohnort Innsbruck, schon mal in Graubünden unterwegs ist, ist eine Bike-Tour am Tag nach dem Vortrag eine Pflichtübung. Auch Anfang Dezember bei Minustemperaturen. Die Rheinschlucht kommt aufs Programm, einer der ganz grossen Singletrail-Klassiker Graubündens. Bloss: Anfang Dezember kommt hier nicht mehr viel Sonne rein, und wahrscheinlich sind Eisfelder zu überwinden, wir werden uns wohl Zehen, Finger und Ohren klapprig frieren. Könnte garstig werden.

Rheinschlucht im Winter

Dann kommt – wie am Vorabend beim Vortrag – alles anders. Der Boden auf den Trails ist gefroren, greift aber bombenfest an den Reifen. Eisfelder sind nur ganz kleine und ganz wenige vorhanden. Dafür scheint der gefrorene Tau wie eine feine Puderzuckerschicht über dem Talboden zu liegen, eine Märchenlandschaft wie aus dem Bilderbuch. Das Wasser des Rheins ist glasklar, die Luft auch, und die Minustemperaturen liegen im Bereich des Erträglichen. Als wir schliesslich die ersten Häuser von Ilanz erreichen, da haben wir fast alle Psychoanalysestufen aus Harald Philipps Vortrag durchlaufen. Und das im Dezember. Die Rheinschlucht im Winter ist so etwas wie postsaisonaler Höhepunkt geworden.
 
Das gilt auch für Harald Philipp, sein Lächeln ist jedenfalls unmissverständlich. Und jetzt wissen wir: Er ist kein Star. Er ist wie du und ich. Fährt Mountainbike wie du und ich – nur ein bisschen öfters. Und macht sich ein bisschen öfters Gedanken dazu. Und das macht ihn wertvoll. Einer, der uns alle analysiert, der uns den Spiegel entgegen hält, der uns zum Nachdenken anregt. Er ist einer von uns, bloss ein bisschen bunter.

Weitere Infos zu Harald Philipp:
www.summitride.com

Am 4. Dezember gefahrene Tour durch die Rheinschlucht (Bonaduz-Ilanz):
Rheinschlucht Supertour
 

Rheinschlucht im Winter

 
 
 

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