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Blog: Wir brauchen nicht noch mehr Trails!

Triopan «Trail-Arbeiten»

Sölden schaufelt sich alljährlich seinem Ziel von bis zu 20 neu angelegten Flowtrails näher. Engelberg will auch ins Geschäft mit den Mountainbikern einsteigen und lässt am Jochpass die Bagger auffahren. Genauso Arosa, wo vom Hörnli ein Mountainbike-Trail hinab ins Dorf entstehen soll. Und die Flumserberge schreibt sich seit jenem Zeitpunkt die Mountain­biker auf die Fahne, als für diese eine eigene Abfahrtsstrecke realisiert wurde.

Es ist jene Strategie, welche die Touristiker aus dem Winter kennen. Man baut Skipisten, saniert Bergbahnen, installiert Schneekanonen, dann kommen die Gäste in Scharen. Dieses Rezept soll nun auch bei den Mountainbikern zum Erfolg führen. So einfach ist das aber nicht. Mountainbiker sind naturaffiner als die Gäste auf der Skipiste. Sie haben einen grösseren Aktionsradius. Und sie sind nicht zwingend auf Bergbahnen angewiesen.

Künftig werden im Mountainbikesport nicht jene Regionen erfolgreich sein, welche die meisten Flowtrails in den Berg geschaufelt haben. Es werden jene sein, die den Wegunterhalt auf ihrem gesamten Wegnetz im Griff haben. Es ist eine Illusion, die unvermindert steigende Anzahl der Mountainbiker in den Bergen mit gebauten Trails abspeisen zu können. Und mit den aufstrebenden E-Mountainbikern wird die Frage nach dem Wegunterhalt nochmals wichtiger, weil deren Aktionsradius grösser und ihr Gewicht rund zehn Kilogramm höher ist. Es werden also pro Tour mehr Trails mit einer höheren Belastung gefahren. Und Flowtrails in Bergbahnnähe sind für sie ohnehin nur von geringer Bedeutung.

Der Bau von Mountainbike-Strecken mag als Bestandteil eines Gesamtkonzepts zur Nutzerentflechtung oder zur Attrak­tivitätssteigerung punktuell Sinn machen. Doch in den Alpen brauchen wir in der Regel nicht mehr sondern besser unterhaltene Trails. Einige Regionen machen es heute schon vor, was sich lang­fristig auszahlen wird. Die meisten greifen bis heute aber in ihrem Aktionismus zu Bagger und Schaufel weil es jene Massnahme ist, die sie vom Winter her kennen. Es ist aber nachhaltiger, sich um die – ohnehin schon umfangreiche – bestehende Infrastruktur zu kümmern als ständige neue Strecken aus dem Boden zu stampfen. Es zählt die Qualität nicht die Quantität.

Ride Mountainbike-Kongress Chur

Diese Thematik wird unter anderem auch am Ride Mountainbike-Kongress in Chur vom 12. und 13. Oktober 2017 diskutiert, wo neben anderen hochwertigen Referenten auch die erwähnte Region Sölden ihr Konzept hinter derm Wegbau vorstellt und in der Folge in einem Podiumsgespräch zur Diskussion bringt. Weitere Informationen und Anmeldeformular auf www.ridekongress.ch.

Weitere Blog-Beiträge auf www.ride.ch/blog/giger

Kommentare

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Neue Trails

Was macht man nicht alles für das liebe Geld. Dies ist typisch für gewisse Tourismusregionen, es geht wie so oft in der Wirtschaft nur um das Geld abgesehen vom bekannktsgrad des Names. Die Nachhaltigkeit gleibt vielfach auf der Strecke. Ich denke, dies wird sich in der Zukunkt noch ändern oder rächen. Ich bin skeptisch, ob der Bikesport eine lukrative Einnahmequelle ist für die bekannten grossen Sportorte. Ein kleiner Gegentrend spühre ich schon. Wie lange der Bike Trend noch anhaltet ist faglich, es gibt bei jeder Sportart immer Ups und Downs. Natürlich ist es abhängig ob man auf Downhill- oder Crosscountrysport setzt. Jeder Ort möchte der andere Übertrumpfen, unteranderem wegen dem Nachahmereffekt oder aus Neid. Dies erinnert mich an einer kürzlichen Diskussion in einem Sportgeschäft im Flachland über hohe Preise der Wintersporttageskarten, mit dem Resultat dass der Wintersport nur noch für "reiche" Leute vorbehalten ist. Dies sollte es eigentlich nicht sein!

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