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Blog: Was soll jetzt die neue Eliminator-Masche der UCI?

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Eliminator wurde von der UCI als grosse Hoffnung anstelle der beliebten Fourcross-Rennen lanciert. Dann fast stillschweigend bereits nach kurzer Zeit wieder fallen und nur noch in Form der Weltmeisterschaften am Leben gelassen. Und jetzt – inmitten der Vorbereitungen in die neue Saison – wird eine Welt-Tour aus dem Hut gezaubert. Die Betrogenen dabei sind die ehemaligen Eliminator-Athleten. Der Fall zeigt exemplarisch, wie wenig Feingefühl in den Entscheidungspositionen beim Weltradverband vorhanden ist.

Ein Paradebeispiel dieser Betrogenen ist der Weltmeister im Cross-Country-Eliminator. Nach Bekanntgabe, den Eliminator auszugliedern und keine Rennen mehr zu veranstalten, hat sich Daniel Federspiel entschieden, sein gesamtes Training umzustellen und voll auf die Karte Cross Country zu setzen – mangels Eliminator-Möglichkeiten. Federspiel hat dafür Nicolas Siegenthaler, der Trainer hinter Nino Schurter. Federspiel war zu seiner Eliminator-Zeit ein Kraftpacket, das unglaublich Watt auf die Pedalen brachte. Für die Disziplin Cross Country schleppt er bei dieser Spezialisierung einfach zu viel unnötiges Gewicht mit. In beiden Disziplinen ganz vorne zu fahren wurde zunehmend schwierig – deshalb die Entscheidung Federspiels, sein gesamtes Training umzustellen.

Der Clou an der Sache: Der Weltmeister Federspiel hat von der Neulancierung «seiner» Disziplin über Facebook erfahren. Die Athleten wurden nicht kontaktiert, zumal auch die Entscheidung reichlich spät kommt. Die Teams sind bereits zusammengestellt und die Trainings- und Rennpläne fürs Jahr ausgearbeitet. Auch Weltmeisterin Linda Indergand hat über die UCI-Webseite und ihren Trainer vom den Plänen des Weltverbandes erfahren. In ihre eigenen Pläne passt der Kalender keineswegs. Ein Teil der Rennen findet gleichzeitig mit wichtigen Cross-Country-Wettkämpfen statt, genauso ist die Ausgangslage auch mit den Europameisterschaften.

Es wird wohl nur wenige Teams und Fahrer geben, die so kurzfristig umdisponieren und ein Budget auf die Beine stellen können. Zudem wurden die Veranstaltungen an einen externen Organisator ausgegliedert. Die Rennen werden auf der ganzen Welt verteilt stattfinden, was für die Eliminator-Teams und spezialisierten Einzelfahrern kaum finanzierbar ist – aber diese haben sich ja ohnehin längst und zwangsläufig von der Disziplin abgewendet.

Die UCI verkauft die Rennen als hochinteressant für die Städte. Kein Zweifel: So bringt man den Mountainbike-Sport in die Städte und entsprechend zu grösseren Zuschauermassen. Die Langläufer leben es seit Jahren vor. Es gäbe da noch eine Lösung: die Fahrer mit attraktiven Startgeldern zu ködern. Aber dafür braucht es potente Sponsoren. Und diese kommen nur bei entsprechendem Zuschauerinteresse. Diese wiederum kommen nur zu den Rennen, bei entsprechen hochkarätigen Starterfeldern. Da stellt sich die bekannte Frage: Was kommt zuerst, das Huhn oder das Ei?

Ganz offensichtlich hat sich die UCI mit ihrer Hüst-und-Hott-Strategie bei der Diszplin Eliminator sprichwörtlich ein Ei gelegt. Vielleicht wird aus diesem Ei aber doch mal noch ein Huhn. Hoffen wir es, es wäre dem Mountainbikesport und den Athleten zu gönnen. Bloss die Erfahrung der letzten Jahre mit der UCI ergibt ein anderes Bild.

 

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